Der Kreml hat den Verzicht der USA auf Sanktionsforderungen gegen den Iran begrüsst.
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Der Iran könnte die Zentrifugen-Fabrik innerhalb eines Monates betriebsbereit machen. (Archivbild) - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sanktionsdruck habe eindeutig nicht zur Umsetzung der Atomvereinbarung mit dem Iran beigetragen und zudem in eine Sackgasse geführt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

«In diesem Sinne ist das etwas Positives.» Strafmassnahmen abzulehnen, sei «an sich eine gute Sache».

Zuvor hatte sich die neue US-Regierung unter Joe Biden im Streit um das iranische Atomabkommen zu Gesprächen mit Teheran bereit erklärt. Sie nahm zudem eine Forderung der Vorgängerregierung an den UN-Sicherheitsrat zur Wiedereinsetzung der internationalen Sanktionen gegen den Iran zurück.

Die USA waren 2018 einseitig aus der Vereinbarung ausgestiegen. Der Iran hatte daraufhin mit einer höheren Urananreicherung und der Produktion von Uranmetall begonnen.

Peskow sagte, Russland habe seinerzeit den Ausstieg der USA aus dem Abkommen bedauert. «Wir sind nach wie vor Befürworter dieses Dokuments und rufen alle dazu auf, alles für seine wirksame Umsetzung zu tun.»

Der Iran hatte die Internationale Atomenergiebehörde zu Wochenbeginn darüber informiert, dass er sich von Dienstag nächster Woche an nicht mehr an einen zentralen Teil des Abkommens zur Verhinderung einer iranischen Atombombe halten werde.

2015 hatten Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, China, Russland und die USA nach langen Verhandlungen mit dem Iran ein Atomabkommen geschlossen. Es sollte sicherstellen, dass die Islamische Republik nicht die Fähigkeiten zum Bau einer Atombombe erlangt.

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