Lange war es unklar, jetzt scheint eine Entscheidung gefällt worden zu sein: Deutschland will offenbar Leopard-Panzer an die Ukraine liefern.
Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr.
Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr. - Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland will offenbar Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine liefern.
  • Zuletzt stieg der Druck auf Olaf Scholz, die Panzer zu liefern.

Die Bundesregierung hat entschieden, Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Koalitionskreisen. Zuvor hatten «Spiegel» und ntv darüber berichtet.

Laut «Spiegel» wollen neben Polen auch skandinavische Länder Leopard-Panzer liefern. In der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» hiess es, auch die Niederlande seien zu Lieferungen möglicherweise bereit.

In den USA hatte zuvor das «Wall Street Journal» berichtet, die US-Regierung könnte ihrerseits Vorbehalte gegen eine Lieferung von US-Panzern des Typs Abrams aufgeben. US-Präsident Joe Biden neige nun dazu, der Ukraine eine «bedeutende Zahl» von Abrams-Panzern zu überlassen, hiess es.

Geplant ist nach «Spiegel»-Angaben, mindestens eine Kompanie mit der Version Leopard 2A6 aus Beständen der Bundeswehr auszustatten. Die Ausstattung einer Kompanie bedeutet, 14 der Waffensysteme zu übergeben. Die Ukraine bittet seit Monaten um Kampfpanzer westlicher Bauart für den Kampf gegen die russischen Angreifer.

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