Die Inflationsrate hat in der Eurozone letzten Monat einen Höchstwert erreicht. Nun trübt sich die Wirtschaftsstimmung wieder ein.
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Eine Kundin in einem Supermarkt. (Symbolbild) - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Juli hat sich die Konjunkturstimmung im Euroraum verschlechtert.
  • Im Vormonat war die Stimmung noch angestiegen.

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Juli wieder deutlich verschlechtert. Nach einem Anstieg im Vormonat fiel der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator um 10,6 Punkte auf minus 26,4 Zähler, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte.

Das ist laut Sentix der tiefste Stand seit gut zwei Jahren. Die Erwartungen von Analysten wurden damit ebenfalls verfehlt.

Haben Sie die Preiserhöhungen schon bemerkt?

Die Dynamik der Eintrübung seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine erinnere stark an das Krisenjahr 2008, als die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte, heisst es. «Und was damals der Zusammenbruch des Finanzsystems war, ist nun die Gefahr des Kollapses der europäischen Energieversorgung.»

In USA droht Rezession

Auch international sehe es nicht viel besser aus. In den USA werde eine Rezession immer wahrscheinlicher, schreibt Sentix weiter. Einzig die asiatische Region halte sich vergleichsweise gut.

Der Sentix-Indikator ist eine Umfrage unter Finanzmarktteilnehmern und damit in etwa vergleichbar mit den ZEW-Konjunkturerwartungen. Analysten messen der Umfrage Bedeutung zu, weil sie früh im jeweiligen Berichtsmonat veröffentlicht wird und damit eine Art Taktgeber für andere Indikatoren wie das Ifo-Geschäftsklima sein kann.