Der französische Komponist Yann Tiersen wirbt angesichts der Digitalisierung für einen neuen Blick auf die Umwelt.
Yann Tiersen 2006 in einem Konzert im französischen Bourges
Yann Tiersen 2006 in einem Konzert im französischen Bourges - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Musiker wirbt mit neuem Album für neuen Blick auf die Umwelt.

«Wir leben in einer immer virtuelleren Epoche», sagte der Multiinstrumentalist der Nachrichtenagentur AFP zum Erscheinen seines neuen Albums «Kerber» am Freitag. «Wir müssen den entgegengesetzten Weg gehen. Es bereichert ungemein, eine Verbindung zu seiner Umwelt zu haben», sagte der 51-jährige Künstler.

Inspiriert habe ihn die Begegnung mit einem Puma, erzählt der Komponist. «Vor vier Jahren habe ich mit meiner Frau Kalifornien mit dem Rad durchquert, und wir wurden von einem Puma verfolgt.» Damals sei ihm klar geworden, mit welcher «Ignoranz» er das Ökosystem betrachte. «Seitdem sehe ich die Welt mit anderen Augen», betonte Tiersen.

Sein neues Album ist von seinem Leben auf der Insel Ouessant vor der bretonischen Küste beeinflusst. Namensgeber für den Titel «Kerber» ist eine Ortschaft auf der Insel. In einem Video zu dem Album sind einige der gut 800 Inselbewohner zu melancholischen Klavierklängen zu sehen.

Tiersen wurde mehrfach für seine Filmkompositionen ausgezeichnet. Er schrieb unter anderem die Musik zu «Die fabelhafte Welt der Amélie» und dem deutschen Kinoerfolg «Good Bye, Lenin!»

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