Die Preise für Strom und Gas steigen rapide an. Jetzt greift die italienische Regierung den Verbrauchern unter die Arme und macht dafür Milliarden locker.
Strom wird immer teurer. Foto: Sina Schuldt/dpa
Strom wird immer teurer. Foto: Sina Schuldt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Angesichts der stark steigenden Strom- und Gaspreise hat die italienische Regierung den Verbrauchern Kostenerleichterungen für den Rest des Jahres in Aussicht gestellt.

Ministerpräsident Mario Draghi kündigte an, dass im letzten Quartal 2021 ein Teil der Gasrechnung nicht bezahlt werden müsse. Familien und kleinen Unternehmen würden darüber hinaus Teile der Stromrechnung erlassen.

Geringverdiener bekommen zudem einen grösseren Zuschuss für die Energiekosten als bislang, wie der Regierungschef bei einer Rede der Industriellenvereinigung Confindustria sagte.

Die Hilfen kosten den italienischen Staat nach Angaben Draghis mehr als drei Milliarden Euro. Ohne ein Einschreiten der Politik würden die Gaspreise bis zum Jahresende noch einmal um 30 Prozent, die Strompreise gar um 40 Prozent steigen, rechnete der Politiker vor.

Zugleich versprach er, dass es keine Steuererhöhungen geben werde - und bekam dafür Lob aus allen Parteien. «In dieser Phase werden die Gelder verteilt und nicht einkassiert», sagte er.

Auch dank der Milliardenhilfen durch den europäischen Corona-Aufbaufonds setzt Italien darauf, dass die Wirtschaft weiter anzieht. Rom geht von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um rund 6 Prozent aus - im Frühjahr waren 4,5 Prozent prognostiziert worden.

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