Die italienische Regierung hat eine Lösung für ein riesiges logistisches Problem für ihre Corona-Impfkampagne gefunden: In den langen Sommerferien im Juli und August, die viele Italiener in ihren Heimatregionen verbringen, dürfen sich die Menschen ihre zweite Impfdosis nun auch an ihrem Urlaubsort abholen.
Impung in einem Gesundsheitszentrum auf Lampedusa
Impung in einem Gesundsheitszentrum auf Lampedusa - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Regierung einigt sich nach langen Verhandlungen mit den Regionen.

Viele Zeitungen verkündeten die frohe Botschaft am Donnerstag auf der Titelseite. «Impfungen in den Ferien: die Regeln», titelte etwa der «Corriere della Sera».

In Italien sind die Regionen für das Gesundheitswesen zuständig. Nach langen Verhandlungen mit der Regierung in Rom verkündete der für die Impfkampagne zuständige General Francesco Figliuolo nun eine Einigung: Menschen, bei denen der zweite Impftermin ansteht und die sich für eine längere Zeit nicht an ihrem Wohnort aufhalten, können sich demnach an ihrem Urlaubsort impfen lassen, wenn sie sich vorab bei der zuständigen Gesundheitsbehörde melden.

Die Regierung in Rom und die Regionalregierungen müssen die Einigung noch offiziell abnicken. Die norditalienischen Regionen Piemont und Ligurien haben das Abkommen schon unterzeichnet.

Vorsorglich hatten viele Italiener ihre Impftermine aber ohnehin schon so gelegt, dass die zweite Dosis nicht in die Sommerferien fällt. «Ich wollte kein Risiko eingehen», berichtete etwa der 59-jährige Franco Liberti, der in Rom arbeitet und den Sommer in Kalabrien verbringt. «Darum habe ich meinen Termin für die erste Impfung abgesagt und einen neuen vereinbart, damit ich die zweite Impfdosis nach meiner Rückkehr bekomme.» So könne er «beruhigt» in den Urlaub fahren.

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