Corona-Pandemie: Italien macht Läden und Restaurants zu

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    Italien hat seine bisherigen Sperrmassnahmen deutlich ausgeweitet. Selbst die Italienern heiligen Kaffeebars und Restaurants müssen schliessen. Ausnahmen gibt es nur wenige.

    Tessin
    Eine Angestellte eines Restaurants trägt eine Maske. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Italien seine Sperrmassnahmen erneut deutlich verschärft.

    Seit Donnerstagmorgen bleiben die meisten Geschäfte im ganzen Land geschlossen.

    Es gibt nur wenige Ausnahmen, so dürfen Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und einige andere Geschäfte weiter öffnen. Auch Bars und Restaurants müssen vorerst ganz dichtmachen. Schon vorher galten für die Lokale eingeschränkte Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr. Ziel ist es, dass die 60 Millionen Italiener so weit wie möglich zu Hause bleiben, damit die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch möglichst verhindert wird.

    Am Mittwochabend hatte Premierminister Giuseppe Conte angekündigt, dass auch alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten der Wirtschaft eingestellt werden müssten. Die Produktion etwa in der Industrie solle weiterlaufen. Abteilungen, die für die Produktion nicht unbedingt erforderlich seien, sollten aber schliessen. Das neue Massnahmenpaket gilt zunächst bis zum 25. März.

    Am Donnerstagmorgen hatten in Rom zum Beispiel Bäcker geöffnet und verkauften Brot, Milch und Kuchen. Grösseren Andrang als an den vorangegangenen Tagen gebe es nicht, sagte ein Verkäufer. Öffentliche Busse fuhren ebenso wie einige Autos auf den Strassen der Hauptstadt.

    Italien kämpft schon seit längerem mit drastischen Mitteln gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. Das ganze Land gilt als Zone mit stark eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Ein Ansturm auf Supermärkte sei auch jetzt nicht nötig, da die Versorgung garantiert werde, hatte Regierungschef Conte am Vorabend gesagt.

    Insgesamt haben sich nach offizieller Statistik in Italien mehr als 12 400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 800 sind gestorben. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus.

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