Am Samstag schossen israelische Soldaten auf palästinensische Demonstranten. Dabei sollen 24 Zivilisten verletzt worden sein, darunter zehn Minderjährige.
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Palästinenser tragen einen Verletzten weg. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die radikalislamische Hamas hatte am Samstag zu Protesten aufgerufen.
  • Demonstranten zündeten am Grenzzaun Autoreifen an und warfen Brandsätze.
  • Israelische Soldaten gaben Schüsse ab – 24 Zivilisten sollen dabei verletzt worden sein.

Israelische Soldaten haben am Samstag auf palästinensische Demonstranten geschossen. Diese zündeten an der Grenze zum Gazastreifen Autoreifen an und warfen Brandsätze über den Grenzzaun.

24 Zivilisten, darunter zehn Minderjährige, seien dabei verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Zwei der Verletzten schwebten demnach in Lebensgefahr, darunter ein 13-jähriger Junge, der am Kopf verletzt wurde.

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Eine Gruppe Palästinenser protestiert an einem Grenzzaun in Gaza. - dpa

Die israelische Armee erklärte, am Grenzzaun hätten sich am Samstag mehrere hundert «Aufrührer und Demonstranten» versammelt. Die dort stationierten Soldaten seien darauf vorbereitet, «Mittel zur Aufstandsbekämpfung» und – «falls erforderlich» – kleinkalibrige Schusswaffen einzusetzen.

Die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas hatte für Samstag zu Protesten aufgerufen. Dies, um an einen Brandanschlag auf die Al-Aksa-Moschee vor 52 Jahren zu erinnern. Die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem ist das drittwichtigste Heiligtum des Islams nach Mekka und Medina.

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