Islamistendemo Hamburg: Knapp 1000 Menschen bei Gegenkundgebung

    Lisa Seyde
    Lisa Seyde

    Deutschland,

    Als Reaktion auf die Islamistendemo letzte Woche in Hamburg (D) sind diesen Samstag mehrere Hundert Menschen für die Demokratie auf die Strasse gegangen.

    Demo gegen Islamismus
    04.05.2024, Hamburg: Demonstranten protestieren auf dem Steindamm gegen Islamismus und Antisemitismus und für freiheitliche Werte und das Grundgesetz. - keystone/Jonas Walzberg/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Samstag fand in Hamburg eine Gegendemonstration zur Islamistendemo letzte Woche statt.
    • Knapp 1000 Menschen sind für die Demokratie und den Rechtsstaat auf die Strasse gegangen.
    • CDU-Fraktionschef Thering: «Der Islamismus hat bei uns nichts zu suchen.»

    Am Samstag haben in Hamburg mehrere Hundert Menschen an einer Gegenveranstaltung zur Islamistendemonstration letzte Woche teilgenommen. Die Polizei geht von bis zu 1000 Teilnehmenden aus.

    Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, haben am Mittag an der Kundgebung im Hamburger Stadtteil St. Georg unterschiedliche Gruppierungen teilgenommen. Dabei sollen etwa Flaggen mehrerer Länder, Regenbogen-Fahnen, Antifa-Symbole und verschiedene deutsche Partei-Embleme zu sehen gewesen sein. Auf Bannern standen Schriftzüge wie «Gegen jeden Antisemitismus» oder «Matriarchat statt Kalifat».

    CDU-Fraktionschef Dennis Thering sagte bei einer Rede: «Hamburg hat heute ein starkes Zeichen gegen Hass und Hetze gesetzt. Der Islamismus hat bei uns nichts zu suchen.» Und weiter: «Unser Rechtsstaat muss handeln, und zwar mit aller Härte.»

    Vor einer Woche hatten rund 1000 Teilnehmer der islamistischen Gruppierung «Muslim interaktiv!» in Hamburg demonstriert.

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    Kommentare

    The Flash

    „Ich kenne kein islamisches Land, das tolerant ist. Toleranz predigt der Islam immer nur dort, wo er in der Minderheit ist."

    User #4019 (nicht angemeldet)

    Menschen radikalisieren sich ganz allgemein – egal ob es sich um Rechtsradikalismus oder Islamismus handelt –, weil die jeweilige radikale Ideologie ihnen Orientierung, Halt und klare Worte offeriert. Die Welt wird ihnen in Schwarz-Weiss-Bildern erklärt. Mitglieder radikaler Ideologien fühlen sich, als gehörten sie einer Elite an. Sie wollen irgendwo dazugehören. Die Anführer zeichnen sich durch Narzissmus, Empathielosigkeit und die Fähigkeit andere manipulieren zu können aus. Die Ideologie kontrolliert nicht die Empathiefähigkeit.

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