In sogenanntem Bamf-Skandal nun Ermittlungen gegen Ermittler

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Im sogenannten Bamf-Skandal um angeblich unrechtmässige Entscheidungen in der Bremer Aussenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge wird laut Medienberichten nun gegen einige der damit befassten Ermittler juristisch vorgegangen.

    Justitia
    Justitia - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vorwürfe wegen Urkundenunterdrückung und möglichem Rassismus.

    Nach Erkenntnissen von NDR und «Süddeutscher Zeitung» wird ihnen vorgeworfen, das damalige Geschehen aufgebauscht sowie entlastende Dokumente nicht berücksichtigt zu haben.

    Die Staatsanwaltschaft Bremen bestätigte laut NDR, dass sie deswegen ein Verfahren gegen Unbekannt wegen Urkundenunterdrückung eingeleitet habe. Hintergrund sei der Tipp eines anonymen Hinweisgebers, der damals selbst zu der Ermittlergruppe gehört habe. Dieser soll auch mögliche rassistische Motive für das Vorgehen seiner damaligen Kollegen ins Spiel gebracht haben.

    Ursprünglich war von mehr als tausend Fällen die Rede gewesen, in denen die Behörde unter Leitung von Ulrike B. Asylbewerbern zu Unrecht positive Asylbescheide beschafft haben sollte. Diese Vorwürfe fielen im Laufe der Ermittlungen weitgehend in sich zusammen, fast alle der Entscheidungen erwiesen sich als nicht zu beanstanden.

    Am vergangenen Freitag hatte das Bremer Landgericht mitgeteilt, Ulrike B. müsse sich nun noch wegen des Vorwurfs der Vorteilsannahme in zwei Fällen, der Fälschung von beweiserheblichen Daten in sechs Fällen sowie der Verletzung von Dienstgeheimnissen in ebenfalls sechs Fällen verantworten. Einzelne weitere Vorwürfe gibt es noch gegen damalige Anwälte von Asylbewerbern.

    Ulrike B. war wegen der Vorwürfe im Juli 2016 ihres Amtes enthoben worden. In Verbindung mit den Vorgängen in Bremen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Juni 2018 auch die damalige Präsidentin des Bamf, Jutta Cordt, entlassen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    f
    83 Interaktionen
    2000.-
    Beulendoktor: «Arbeite derzeit bis zu 16 Stunden am Tag»
    11 Interaktionen
    Hagelschäden

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    395 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Frankfurt/Main
    Tessiner Polizei
    2 Interaktionen
    Biasca TI
    Cédric Wermuth
    36 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    ki
    KI aus Deutschland
    Polizei
    3 Interaktionen
    Ulm
    Stefanie Hertel
    12 Interaktionen
    Mit Wolfgang Trepper
    5 Interaktionen
    Bülach