In Italien wird am Freitag gestreikt

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    Ein landesweiter Streik in Italien bringt das öffentliche Leben zum Erliegen. In Rom ist ein Protestzug vorgesehen.

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    Der Ausstand im Transportwesen betrifft auch Flüge. Erwartet werden Ausfälle, Verspätungen und Änderungen der Fahrtrouten. (Flughafen Leonardo Da Vinci in Rom, Symbolbild) - dpa

    In Italien hat am Freitag ein grossangelegter Streik begonnen. Der Arbeitsausstand betrifft viele Sektoren, darunter öffentliche Verkehrsmittel, Schul- und Gesundheitswesen sowie Medien.

    Ausgerufen wurde der Streik von der linken Gewerkschaft Cobas, die unter anderem die Budget- und Steuerpolitik der rechten Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kritisiert.

    Der Ausstand im Transportwesen betrifft sowohl den Eisenbahnverkehr als auch Flüge. Erwartet werden Ausfälle, Verspätungen und Änderungen der Fahrtrouten. Vor allem in der Hauptstadt Rom wird mit Schwierigkeiten im Nahverkehr gerechnet. In Rom ist ein Protestzug vorgesehen.

    Kollektivvertrag seit zehn Jahren abgelaufen

    Auch italienische Journalistinnen und Journalisten treten am Freitag in den Streik. Sie beklagen, dass der Kollektivvertrag seit zehn Jahren abgelaufen sei, sowie Stellenkürzungen und geringe Investitionen im Medienwesen, trotz millionenschwerer staatlicher Zuschüsse.

    Die Gewerkschaft Cobas fordert höhere Investitionen in Bildung, Gesundheitswesen und öffentlichen Verkehr, eine deutliche Reduzierung der Militärausgaben sowie die Bekämpfung unsicherer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Sektor.

    Zudem verlangt die Gewerkschaft Lohnerhöhungen, um Einkommensverluste der vergangenen Jahre auszugleichen, sowie eine Anpassung der Pensionen an die Inflation.

    Protest gegen geplante Privatisierungen

    Cobas spricht sich ausserdem gegen geplante Privatisierungen staatlicher Unternehmen aus – darunter Energieversorger, Post, Telekommunikation, öffentlicher Nahverkehr, Abfallwirtschaft, Gesundheits- und Bildungssektor.

    Die grossen Gewerkschaften beteiligen sich nicht an dem Streik. Der stärkste italienische Gewerkschaftsverband CGIL mit fünf Millionen Mitgliedern plant für den 12. Dezember eine eigene Arbeitsniederlegung.

    Kommentare

    User #5923 (nicht angemeldet)

    Und wann Arbeiten die mal wieder ???

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