Waldbrand

    Höchste Waldbrand-Emissionen in Europa seit 15 Jahren

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Diesen Sommer haben Waldbrände in Europa soviel Kohlenstoff in die Atmosphäre gebracht, wie seit 15 Jahren nicht. Schuld war vor allem die extreme Trockenheit.

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    Feuer bei Bordeaux: Alleine in Frankreich wurden durch Brände mehr als eine Million Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Diesen Sommer wurde durch Waldbrände in Europa besonders viel Kohlenstoff ausgestossen.
    • Die Gesamtemissionen waren so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr.
    • Schuld daran waren die Hitzewellen und Trockenheit im Sommer.

    Der Kohlenstoffausstoss durch Waldbrände in Europa ist in diesem Sommer so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr gewesen. Die Gesamtemissionen der Waldbrände erreichten in der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich zwischen dem 1. Juni und dem 31. August 2022 den höchsten Stand seit Sommer 2007.

    Grund dafür sei unter anderem «die Zunahme der Dauer und der Intensität der Hitzewellen im Sommer in Verbindung mit der allgemeinen Trockenheit auf dem Kontinent». Das hiess es in einer Mitteilung des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes der EU vom Dienstag.

    Besonders besorgniserregend sei der Anstieg der Emissionen in einigen Regionen Frankreichs, Spaniens und Portugals gewesen. Dort waren sogar seit 20 Jahren keine höheren Gesamtemissionen festgestellt worden. Zudem sei die Luftqualität schlechter geworden.

    Ebenfalls deutlich höhere Emissionen durch Waldbrände wurden Copernicus zufolge in Nord- und Südamerika verzeichnet. In einigen Regionen Paraguays und Argentiniens seien rekordverdächtige Werte gemessen worden. Der brasilianische Bundesstaat Amazonas erlebte im Juli und August demnach die höchsten Ausstösse durch Waldbrände seit 20 Jahren. Im Juni und Juli habe es Alaska und die kanadischen Nordwest- und Yukon-Territorien getroffen.

    Weltweit sinken Emissionen

    Weltweit sanken die Emissionen durch Waldbrände hingegen. Grund dafür sei der Rückgang der Savannenbrände in den Tropen, hiess es in der Copernicus-Mitteilung.

    Der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst der Europäischen Union überwacht Waldbrände und deren Emissionen mithilfe von Satellitenbeobachtungen aktiver Brände. Der Ausstoss von Kohlenstoff wird dabei anhand der Feuerintensität geschätzt. Der Datensatz reicht mehr als 20 Jahre zurück.

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