Josef Joffe wird seine Aufgaben als Herausgeber bei «Die Zeit» bis zum Ende der Vertragslaufzeit im nächsten Jahr nicht mehr wahrnehmen.
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Josef Joffe bei einem Symposium an der Universität St. Gallen. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor wenigen Tagen wurde ein kritisches Schreiben von Josef Joffe veröffentlicht.
  • Deshalb wird der 78-Jährige sein Mandat als Herausgeber bei «Die Zeit» ruhen lassen.

Josef Joffe verzichtet bis zum Ende der Vertragslaufzeit darauf, als Herausgeber bei «Die Zeit» zu arbeiten. Die Verleger Dieter und Stefan von Holtzbrinck haben dies gemeinsam mit dem 78-Jährigen beschlossen. Bis Ende März im nächsten Jahr läuft der Vertrag von Joffe noch, wie «Die Zeit» gegenüber der «Welt» bestätigt.

Der Grund dafür ist ein Schreiben Joffes an seinen Kollegen Max Waburg vor fünf Jahren. Dieses wurde vor einigen Tagen von «Der Spiegel» veröffentlicht. In dem Schreiben hatte Joffe erklärt, dass es seine Intervention benötigte, um einen Artikel über Waburgs Bank hinauszuschieben. Damit konnte sich die Bank gegen die Anschuldigungen der Cum-Ex-Geschäfte verteidigen und Widerrede leisten.

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