Hepatitis-Ausbruch in Italien führt zu Meeresfrüchte-Verbot
In der süditalienischen Region Kampanien steigen die Hepatitis-A-Fälle deutlich. Die Behörden haben den Verzehr roher Meeresfrüchte verboten.

In der süditalienischen Region Kampanien häufen sich Hepatitis-A-Infektionen in bedrohlichem Ausmass.
Laut «web.de» registrierten die Gesundheitsbehörden seit Jahresbeginn rund 150 Erkrankungen mit Hepatitis A in der gesamten Region.
Davon entfallen 84 Fälle allein auf die Metropole Neapel. Diese Zahlen liegen etwa zehnmal über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
Kontaminierte Muscheln als Hauptquelle von Hepatitis-Ausbruch in Italien
Die Ermittlungen deuten eindeutig auf rohe Meeresfrüchte hin. Laut «T-Online» gelangte verunreinigtes Abwasser in Muschelzuchtanlagen der Region.
Laut «WHO» können Muscheln Krankheitserreger aus verschmutztem Wasser aufnehmen. Der Infektionserreger wird dadurch konzentriert und weitergegeben.
Viele Erkrankte bestätigen dies durch ihre Aussagen, berichtet «web.de». Raffaele Di Sarno, Leiter der Infektions-Notaufnahme im Cotugno-Spital, sagte, dass viele Patienten rohe Muscheln gegessen hätten.
Dramatische Massnahmen der Behörden
Bürgermeister Gaetano Manfredi erliess ein absolutes Verzehrverbot für rohe Meeresfrüchte. Laut der «Tagesschau» betrifft dieses Verbot alle öffentlichen Lokale.

Restaurants, Fischmärkte und Händler müssen sich daran halten. Verstösse werden heftig geahndet.
Bei Missachtung drohen Geldstrafen zwischen 2000 und 20'000 Euro, meldet «web.de». Im Wiederholungsfall folgt die Betriebsschliessung bis zu 30 Tagen.












