Haushalte zahlen weniger für Gas und Strom

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Deutschland,

Erdgas ist zuletzt deutlich billiger geworden. Auch Haushaltskunden profitieren jetzt von den gesunkenen Preisen. Aber längst nicht alle, wie Vergleichsportale ermittelt haben.

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In Frankreich müssen Konsumenten im kommenden jahr wohl einen Teil der Preissteigerung übernehmen (Symbolbild). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Preisrückgang beim Erdgas kommt inzwischen auch bei den Haushalten in Deutschland an.

Allerdings nur in einem begrenzten Umfang, wie Internet-Vergleichsportale beobachtet haben.

Nach Berechnungen von ist der durchschnittliche Gaspreis im ersten Halbjahr 2020 um drei Prozent gesunken. Für einen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden muss eine Familie im Juni im Schnitt 1195 Euro bezahlen. In Januar waren es den Angaben zufolge noch 42 Euro mehr.

Die Beschaffungspreise der Lieferanten sind den Check24-Analysten zufolge seit Jahresbeginn um 65 Prozent gesunken. «Bei Endkunden, die ihr Gas aus der Grundversorgung beziehen, kommt diese Preissenkung bislang nicht an», sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24. In der Grundversorgung sei Gas im ersten Halbjahr 2020 teilweise sogar teurer geworden. Von mehr als 700 Grundversorgern hätten 52 ihre Preise seit Januar angehoben. Die Preissteigerungen in Höhe von durchschnittlich 5,3 Prozent beträfen knapp 900.000 Haushalte.

Das Vergleichsportal ist bei seinen Berechnungen zu etwas anderen Zahlen gekommen. Demnach fiel der Durchschnittspreis bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden seit Jahresbeginn um 5,8 Prozent. «Die zuletzt stetig steigenden Gaspreise sind auf das Niveau von vor 18 Monaten zurückgefallen», sagte Verivox-Energieexperte Valerian Vogel. Einen derart raschen Preisrutsch habe es letztmals 2009 gegeben.

Beim Strom hat Verivox einen leichten Preisrückgang in diesem Jahr ermittelt. Der Durchschnittspreis für 4000 Kilowattstunden sei von Januar bis Juni um 0,5 Prozent gesunken. Erneut teurer geworden sei allerdings Strom für Kunden in der Grundversorgung, und zwar im Durchschnitt um 3,5 Prozent. Auch Check24 beobachtete einen Anstieg des Strompreises in der Grundversorgung. Seit Januar hätten 677 von rund 900 Grundversorgern ihre Preise erhöht - im Schnitt um 6,8 Prozent.

Strom und Gas in der Grundversorgung sind in der Regel besonders teuer. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur hatte zuletzt noch mehr als ein Viertel der Haushalte beim Strom einen solchen Standardtarif, bei Gas waren es nur 18 Prozent.

Im Jahresvergleich hat das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Strom- und Gaspreise für Haushalte ermittelt. Demnach war Strom im Mai 4,2 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum. Erdgas verteuerte sich um 1,7 Prozent. Weil gleichzeitig die Preise für Heizöl um gut 30 Prozent gesunken ist, wurde Haushaltsenergie insgesamt auf Jahressicht 1,8 Prozent billiger.

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