Grösserer Coronavirus-Ausbruch nach Feiern in Göttingen

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    Schon wieder ist es in Niedersachsen zu einem grösseren Coronavirus-Ausbruch gekommen. In Göttingen hat sich womöglich eine grössere Zahl Menschen infiziert. Für die zuständigen Behörden zieht das eine lange Kette nach sich.

    Eine Probe für ein Corona-Test in einem Diagnostik-Labor. Noch ist unklar, wie hoch die Zahl der Infizierten ist. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild
    Eine Probe für ein Corona-Test in einem Diagnostik-Labor. Noch ist unklar, wie hoch die Zahl der Infizierten ist. Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach der Infektion Dutzender Menschen einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven mit dem Coronavirus ist nun ein weiterer grösserer Ausbruch in Niedersachsen bekannt geworden.

    Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, infizierten sich bei einigen grösseren privaten Feiern mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus. Die Betroffenen seien zum grössten Teil Mitglieder verschiedener Grossfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. «Aus Datenschutzgründen können keine weiteren Angaben zu den Betroffenen gemacht werden», teilte die Sprecherin mit. Die Menschen hätten sich wahrscheinlich am vergangenen Wochenende angesteckt.

    Eine abschliessende Zahl an Infizierten lag zunächst nicht vor. «Derzeit werden alle Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen auf das Virus getestet, um einen Überblick über die Situation zu erlangen», erklärte die Stadtsprecherin.

    Auch am Pfingstwochenende solle getestet werden. Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewege sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

    Das Gesundheitsamt verfolge am Wochenende unter Hochdruck die Infektionsketten, Quarantäneverfügungen würden umgehend erstellt. Nach Mitteilung von Samstag sind in Stadt und Landkreis Göttingen derzeit 100 Personen an Covid-19 erkrankt, 17 mehr als am Vortag.

    Die «Hessische Niedersächsische Allgemeine» (HNA) berichtete, dass am Freitag eine unter Quarantäne stehende Person in Göttingen von Ordnungsamt und Polizei zum Gespräch mit einem Richter gebracht wurde, weil die Person mehrfach gegen die Quarantäneauflagen verstossen und sich in der Innenstadt von Göttingen aufgehalten habe. Ob es hier einen Zusammenhang mit den neuen Corona-Ausbrüchen gebe, könne weder gänzlich ausgeschlossen noch bestätigt werden, hiess es dazu von der Stadt.

    Unterdessen stieg in Bremerhaven die Zahl der Infizierten aus der Pfingstgemeinde weiter an. Mit Stand 13.45 Uhr gab es mindestens 54 bestätigte Fälle, zehn mehr als am Vortag, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Aus dem benachbarten Landkreis Cuxhaven seien dazu am Samstag keine Zahlen geliefert worden. Die Gläubigen hatten sich offenbar bei Gottesdiensten infiziert. «Der Bremerhavener Krisenstab ist im Gespräch mit der Leitung der Religionsgemeinschaft mit dem Ziel der Präventionsarbeit», hiess es.

    Erst vor einer Woche war bekanntgeworden, dass sich bei der Eröffnung eines Restaurants im Kreis Leer zahlreiche Menschen imt Sars-CoV-2 infiziert hatten.

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