Grossbritannien hat seine bis jetzt in Afghanistan verbliebenen Staatsbürger wegen der Gefahr von Anschlägen aufgefordert, sich vom Kabuler Flughafen fernzuhalten.
Afghanen steigen in ein US-Transportflugzeug in Kabul
Afghanen steigen in ein US-Transportflugzeug in Kabul - US AIR FORCE/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Britischer Pflegedienst will 500 afghanische Flüchtlinge anstellen.

«Wenn Sie sich beim Flughafen aufhalten, entfernen Sie sich zu einem sicheren Ort und warten Sie auf weitere Hinweise», hiess es auf der Webseite des britischen Aussenministeriums am Mittwoch. Es gebe eine «anhaltende und hohe Gefahr terroristischer Angriffe».

Seit Tagen drängen sich an den Eingängen zum Flughafen tausende Menschen, die wegen der Machtübernahme der Taliban auf einen Platz an Bord eines Evakuierungsfluges hoffen. Mindestens acht Menschen starben dort bisher. «Wenn Sie Afghanistan sicher auf andere Weise verlassen können, sollten Sie das sofort tun», hiess es auf der Webseite der britischen Regierung.

Mehrere westliche Staaten hatten die Einstellung ihrer Evakuierungsmissionen bis Donnerstag angekündigt, wenn die USA an einem endgültigen Abzug ihrer Truppen bis nächsten Dienstag festhalten würden. Belgien stellte bereits am Mittwoch seine Rettungsflüge ein.

Das Unternehmen Cera, einer der grössten Anbieter von häuslicher Pflege in Grossbritannien, gab am Donnerstag bekannt, 500 Flüchtlinge aus Afghanistan zu Pflegekräften ausbilden zu wollen. «Wenn wir auch nur eine kleine Rolle dabei spielen können, den aus Afghanistan kommenden Menschen zu helfen, dann ist das eine Chance, die wir mit beiden Händen ergreifen wollen», sagte der Geschäftsführer von Cera, Ben Maruthappu. Das Unternehmen hat derzeit mehr als 6000 Mitarbeiter in mehr als 70 Niederlassungen in England, Schottland und Wales.

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