Grossbritannien sanktioniert weitere 65 russische Personen und Unternehmen. Auch ein Drohnen-Produzent wird mit Strafmassnahmen belegt.
Ukraine konflikt Boris Johnson
Der britische Premierminister Boris Johnson bei einer Pressekonferenz. (Archivbild) - AP Photo

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossbritannien verhängt Sanktionen gegen weitere russische Personen und Unternehmen.
  • Die Massnahmen sollen auch der Rüstungsindustrie schaden.

Die britische Regierung hat weitere 65 Einzelpersonen und Unternehmen in Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg mit Sanktionen belegt. Darunter sei auch das russische Rüstungsunternehmen Kronstadt als Produzent der bewaffneten Orion-Drohne und anderer unbemannter Luftfahrzeuge, heisst es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums, das in der Nacht zum Samstag veröffentlicht wurde.

Diese Systeme seien im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine eingesetzt worden, heisst es in der Mitteilung unter Berufung auf Geheimdienstinformationen weiter.

London: Sanktionen schaden russischer Rüstungsindustrie

Da eine solide ukrainische Luftabwehr bemannte Flüge jenseits der Frontlinie wohl eingeschränkt habe, sei Russland sicher gezwungen worden, mehr unbemannte Luftfahrzeuge einzusetzen. Dies führe wahrscheinlich zu einer grösseren Nachfrage nach diesen Systemen und deren Verschleiss. Die Sanktionen würden der russischen Rüstungsindustrie schaden und ihre Fähigkeit einschränken, die Systeme zu ersetzen.

Schon vor Beginn des Krieges begann London damit, in ungewöhnlich offener Art und Weise Geheimdienstinformationen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Seit mehreren Wochen veröffentlicht die Regierung nun tägliche Einschätzungen zum Verlauf des Angriffskrieges.

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