Die Seeleute haben für Montag einen 24-stündigen Streik angekündigt. Damit wollen sie Druck auf die Arbeitgeber ausüben.
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Zwei Fähren im Hafen von Piräus. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im September sind die Fähren in Griechenland fast ausgebucht.
  • Mit dem Streik in der Hochsaison wollen die Seeleute grösstmöglichen Druck ausüben.

Reisende in Griechenland müssen am Montag mit erheblichen Problemen im Fährverkehr rechnen. Die bei der Küstenschifffahrt beschäftigten Seeleute haben einen 24-stündigen Streik angekündigt. Demnach dürfte in der Ägäis und im Ionischen Meer keine Fähre auslaufen. Beratungen zum Abwenden des Streiks seien gescheitert, berichtete das Staatsradio am Sonntag.

Die Beschäftigten fordern unter anderem Lohnerhöhungen von mindestens fünf Prozent, wie ihre Gewerkschaft (PNO) mitteilte. Die Reedereien seien bereit, ein Prozent mehr Lohn zu geben, teilte der Reederverband mit. Das lehnte die Seeleutegewerkschaft ab.

Die Seeleute versuchen mit dem Streik in der laufenden Hochsaison, grösstmöglichen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Anfang September machen noch viele Touristen Urlaub in Griechenland. Zudem kehren Zehntausende mehrheitlich einheimische Touristen aus ihrem Urlaub auf den Inseln zurück in die Ballungszentren. Deswegen sind in dieser Jahreszeit die Fähren fast ausgebucht.

Die Hafenpolizei rechnet dennoch nicht mit grösseren Zahlen gestrandeter Touristen: Die Reedereien hatten die Reisenden schon in der vergangenen Woche informiert und vorsichtshalber keine Tickets für Montag ausgegeben. Die schlimmste Auswirkung des Streiks ist, dass Inseln, die keinen Flughafen haben, von der Aussenwelt praktisch abgeschnitten sein werden.

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