Griechenland wird finanzpolitisch wieder Selbstbestimmung erlangen

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    Erstmals seit der Schuldenkrise soll Griechenland nicht mehr von der EU-Kommission überwacht werden. Ab dem 20. August soll das gelten.

    Griechische Flagge
    Hunderttausende Menschen in Griechenland erinnern an das Zugunglück in Tempi mit 57 Toten. (Symbolbild) - pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2010 wurde Griechenland von einer schweren Finanzkrise getroffen.
    • Zwölf Jahre später wird das Land aus der Vormundschaft der EU-Kommission entlassen.

    Griechenland soll vom 20. August an erstmals seit der Schuldenkrise nicht mehr verstärkt von der EU-Kommission überwacht werden. Dies teilte am Mittwoch der griechische Finanzminister Christos Staikouras in Athen mit.

    Die Entlassung aus der Kuratel sei neben den Finanzministern der Euroländer nun auch vom zuständigen Finanzkommissar Paolo Gentiloni genehmigt worden. Das teilte der griechische Finanzminister weiter mit.

    EU
    Paolo Gentiloni, EU-Finanzkommissar, spricht während einer Pressekonferenz. Im Kampf gegen Steuerflucht will die Europäische Union grosse Konzerne künftig zu öffentlichen Erklärungen zwingen, in welchem Land sie wie viel an den Fiskus zahlen. Foto: Francois Walschaerts/Pool AFP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Damit gehe eine für Griechenland sehr schwierige Zeit zu Ende. Griechenland habe den Grossteil der verlangten Reformen erfolgreich umgesetzt, fügte der Athener Finanzminister hinzu.

    Griechenland durchlief ab 2010 eine schwere Finanzkrise und musste in der Folge auf Druck seiner Gläubiger harte Sparmassnahmen umsetzen. Die Griechen verloren dabei rund 25 Prozent ihres Einkommens. Seit 2018 steht Athen finanziell zunehmend auf eigenen Beinen.

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