Vor dem Beginn der globalen Konferenz zur Artenvielfalt im chinesischen Kunming hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine deutliche Ausweitung der Naturschutzgebiete gefordert.
Flamingo in Frankreich
Flamingo in Frankreich - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Umweltschützer: Deutschland soll sich für «robustes Abkommen» einsetzen.

«Das zukünftige Abkommen muss bis spätestens 2030 zu mindestens 30 Prozent Schutzgebieten an Land und im Meer führen und die Menschenrechte dabei berücksichtigen», forderte Greenpeace-Experte Thilo Maack am Montag. «Ausserdem muss es mit einer soliden Finanzierung und verpflichtenden Aktionsplänen unterlegt sein.»

Von der Bundesregierung forderte er, dass sie ihrer «internationalen Verantwortung gerecht» werden soll. Sie «muss sich für ein robustes Abkommen mit klaren Zielen und Aktionsplänen zur Rettung der Natur einsetzen.»

Am Montag ist der grösstenteils virtuelle Auftakt der Weltbiodiversitätskonferenz, an dem für Deutschland Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) teilnehmen. In Kunming soll dann bei einem Präsenz-Gipfel vom 25. April bis 8. Mai ein globales Artenschutzabkommen mit Zielen bis 2030 vereinbart werden.

«Eine bessere Chance, unsere natürliche Lebensgrundlage zu retten, wird es nicht mehr geben», erklärte Maack. «Hehre Worte und hohle Ziele reichen nicht aus.» Die Klimaerwärmung und die Zerstörung der Natur seien «zwei Seiten der gleichen Medaille». Er betonte: «Nur wenn wir die Ökosysteme erhalten, wird sich die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzen lassen. Und nur, wenn wir diese Grenze einhalten, lässt sich das Aussterben der Arten aufhalten.»

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