Gen-Z-Angestellter (25) bleibt wegen krankem Häsli zuhause
Ein Unternehmer erzählt von einem Angestellten, der wegen seines kranken Häsli zuhause bleibt. Für ihn ist diese Priorisierung unverständlich.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Bei den älteren Generationen ist die Gen Z als arbeitsfaul verschrien.
- Ein Chef klagt nun, ein 25-jähriger Angestellter sei wegen einem kranken Häsli zuhause geblieben.
- «Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen», findet er.
Seit jeher ist es ein generationenübergreifender Zankapfel: Ist die Arbeitsmoral der jüngeren Generationen schlechter als die der Älteren?
Im Zentrum der Debatte steht aktuell Die Generation Z.
Sie soll besonders arbeitsscheu sein – und ihr Privatleben massiv höher gewichten als ihren Beruf.
Ein Thema, das kürzlich im ZDF-Diskussionsformat «Unbubble» zur Sprache kam. Es ging der Frage nach: «Generation Z: Faul oder ausgebeutet?»
«Ich kann morgen nicht kommen, mein Zwergkaninchen ist krank»
Teilnehmer der Diskussionsrunde war der 59-jährige Unternehmer und Sachbuchautor Martin Limbeck. Seine polarisierende These: «Viele junge Menschen halten heute alles für selbstverständlich.»
Er findet, dass heute noch jeder alles erreichen könne. Nur: «Dafür muss man sich die Hände schmutzig machen» und dies würden viele Junge nicht mehr wollen.

In der Diskussion prangert er die fehlende Arbeitsmoral der jüngeren Generation an. Und berichtet, einer seiner Mitarbeiter habe eines Tages nicht zur Arbeit erscheinen wollen – wegen seines Chüngeli.
«Ich kann morgen nicht kommen», soll der 25-jährige Angestellte ihm gesagt haben. «Mein Zwergkaninchen ist krank.»
«Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen»
Er könne deshalb seinem Job nicht nachgehen, soll der Angestellte gesagt haben. Die Krankheit seines Haustieres nehme ihn emotional zu sehr mit.
Dafür habe er kein Verständnis, so Limbeck. «Der Junge ist 25, gebildet und ist traurig, weil sein Zwergkaninchen krank ist.»
Dass er nicht habe zur Arbeit kommen wollen, ist für den Unternehmer nicht nachvollziehbar: «Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen, Der dem Zwergkaninchen auch das Futter bezahlt.»
Gen-Zlerin verteidigt Häsli-Ausfall
Die Gen-Z-Teilnehmenden der Diskussion sahen dies anders. So meinte eine junge Diskussionsteilnehmerin: «Vielleicht ist der Person das Zwergkaninchen superwichtig.»
Zudem hätten viele Menschen weder die Zeit, noch die Ressourcen, sich nach Feierabend um den Stressabbau zu kümmern.
Und auch eine 28-jährige Start-Up-Gründerin findet: «Mentale Gesundheit betrifft alle Generationen, nur sind wir eine Generation, die sehr kommunikativ darüber ist.»
Dem widerspricht Unternehmer Limbeck. Die Jungen könnten heutzutage einfach schlechter mit Rückschlägen umgehen: «Es hat mit Anstrengung zu tun – und die will halt einfach nicht jeder gehen.»















