Fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Mittelitalien gedenken Politiker und Vertreter aus Kirche und Gesellschaft am Dienstag in Amatrice der Katastrophe von 2016. Ministerpräsident Mario Draghi wollte am Vormittag zur Zeremonie in den Ort in der Provinz Rieti kommen. Eine Rede war nach Angaben der Regierung zunächst nicht geplant.
Amatrice
Beschädigte Gebäude in Amatrice (Archivbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 24.

August 2016 hatte ein Erdbeben der Stärke sechs Amatrice und viele Gemeinden in der Umgebung erschüttert. Fast 300 Menschen verloren ihr Leben. Die Gemeinde lag danach in Trümmern. Nach der Katastrophe besuchte auch Papst Franziskus den Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

In Amatrice sind die Trümmer weitgehend beseitigt. Der Gemeinde fehlt aber zum Beispiel immer noch ein Krankenhaus. Der Wiederaufbau laufe langsam an, berichtete der von der Regierung bestellte Kommissar, der sich um die Folgen des Erdbebens kümmert, Giovanni Legnini, am Montag auf einer Pressekonferenz. Es seien zwar viele Unternehmen beim Wiederaufbau tätig, jedoch fehlten teilweise Experten, die die Projekte entwickeln.

Mehr als 130 Gemeinden wurden damals von den Beben in Mitleidenschaft gezogen. Für den öffentlichen Wiederaufbau wurden seitdem rund 411 Millionen Euro ausgegeben.

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