Verkauf

GDL stellt Bedingungen für Zustimmung zum Schenker-Verkauf

DPA
DPA

Deutschland,

Die Bahn will die Logistiktochter Schenker verkaufen. Dafür fehlt noch die Zustimmung des Aufsichtsrats, in dem sich nun die Gewerkschaften querstellen.

Der Aufsichtsrat der Bahn soll am Mittwoch den Verkauf der Konzernlogistiktochter Schenker absegnen - doch die Gewerkschaften im Gremium stellen sich quer (Archivfoto).
Der Aufsichtsrat der Bahn soll am Mittwoch den Verkauf der Konzernlogistiktochter Schenker absegnen – doch die Gewerkschaften im Gremium stellen sich quer. (Archivbild) - Christoph Reichwein/dpa

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) droht damit, ihre Zustimmung zum Verkauf der Bahn-Logistiktochter Schenker zu verweigern. Gefährdet wird der Deal dadurch aber voraussichtlich nicht. Schon am Wochenende hatte die grössere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) angekündigt, in der für diesen Mittwoch angesetzten Sonder-Aufsichtsratssitzung der Bahn gegen die Veräusserung von Schenker zu stimmen.

Sie fürchtet vor allem um den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze. Doch selbst, wenn am Mittwoch die gesamte Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat gegen den Verkauf stimmen sollte, hat sie aufgrund des doppelten Stimmrechts des Vorsitzenden keine Mehrheit im Gremium. Den Verkaufsprozess können die Gewerkschaften nicht mehr aufhalten, solange die Eigentümerseite geschlossen zustimmt.

GDL grundsätzlich offen für Verkauf

Die Deutsche Bahn will Schenker für 14,3 Milliarden Euro an den dänischen Wettbewerber DSV verkaufen. Damit würde sich der angeschlagene DB-Konzern von einem der wenigen gut laufenden Geschäftsbereiche im eigenen Haus trennen. Die Verkaufserlöse sollen vollständig in den Abbau des Schuldenbergs fliessen, der sich zum ersten Halbjahr auf rund 33 Milliarden Euro belief. Neben dem Aufsichtsrat muss auch noch der Bund zustimmen.

Die GDL steht einem Verkauf des nicht zum Kerngeschäft der Bahn zählenden Unternehmens prinzipiell offen gegenüber. Allerdings sollte beim Verkauf nicht der höchste Kaufpreis entscheidend sein, teilte die Gewerkschaft nun mit. «Für die Kolleginnen und Kollegen der DB Schenker AG sollte vielmehr dringend ein fundiertes Übernahmekonzept bestehen», hiess es.

«Nach letzten Meldungen wird auch das Bieterverfahren nicht vergleichbar und transparent für den Aufsichtsrat dargestellt.» Es werde dem Gremium erschwert, die richtige Entscheidung zu fällen. «Solange die für eine Entscheidungsfindung dringend notwendige Transparenz fehlt, kann auch die GDL nicht zustimmend reagieren», teilte die Gewerkschaft weiter mit.

Kommentare

Weiterlesen

Schenker
1 Interaktionen
Für 14,3 Mrd. Euro

MEHR IN NEWS

Nzoy
«Nzoys»-Gedenken
Gaza
Gaza-Krieg
Kollbrunn
Roches BE
Toiletten
17 Interaktionen
Schlägereien

MEHR VERKAUF

Einweg-E-Zigaretten
3 Interaktionen
Gesetz verabschiedet
Mars
1 Interaktionen
Nach Verkauf
hollywood Paramount
An Skydance

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Leverkusen
3 Interaktionen
Frankfurt überzeugt
Würzburg Brücke
4 Interaktionen
Würzburg
Oktoberfest
20 Interaktionen
Preise aufgeschlagen
mou
222 Interaktionen
Transfer-Ticker