Frühere Louis-Vuitton-Kader in Betrugsprozess freigesprochen
Vier ehemalige Führungskräfte des französischen Luxusgüterherstellers Louis Vuitton und ein chinesischer Kunde sind in Paris vom Vorwurf des bandenmässigen Betrugs freigesprochen worden. Ihnen war vorgeworfen worden, in der Filiale auf den Champs-Élysées unrechtmässige Mehrwertsteuerrückerstattungen ermöglicht zu haben.

Im Zentrum stand ein chinesischer Kunde, der sich «Bruce» nannte und als Milliardär ausgab. Zwischen 2016 und 2020 kaufte er bei Louis Vuitton Waren im Wert von 2,1 Millionen Euro. Dabei erhielt er Mehrwertsteuerrückerstattungen, obwohl er als Einwohner Frankreichs keinen Anspruch darauf hatte.
Laut einer internen Untersuchung von Louis Vuitton entging dem französischen Staat dadurch ein Betrag von 351'000 Euro. Der Luxusgüterhersteller hat das Geld inzwischen nachgezahlt und vier Mitarbeiter entlassen.
Das Gericht sah jedoch keine strafbaren Handlungen. Die Beschuldigten hätten im Rahmen der Geschäftspolitik von Louis Vuitton gehandelt und keine betrügerischen Machenschaften begangen. Zudem habe sich die Anklage weitgehend auf einen internen Prüfbericht gestützt.
Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass die Mitarbeiter dem umsatzstarken Kunden aus geschäftlichen Gründen unrechtmässige Steuererstattungen ermöglicht hätten. Die Angeklagten, darunter die frühere Frankreich-Chefin von Louis Vuitton, bestritten dies.










