Friedensnobelpreis für Pillay: Scharfe Kritik aus Israel
Israel hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay scharf kritisiert. Das Nobelpreiskomitee habe «die grösste Lüge des 21. Jahrhunderts» belohnt, hiess es in einer Stellungnahme des israelischen Aussenministeriums auf der Plattform X.

Zuletzt leitete Pillay eine UN-Untersuchungskommission, die Israel 2025 Völkermord im Gazastreifen vorwarf. Israels Regierung weist die Vorwürfe entschieden zurück.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Anschuldigung, sein Land begehe im Gazastreifen einen Völkermord, kürzlich als «grösste Lüge des Jahrhunderts» bezeichnet. Israel spricht angesichts der heftigen internationalen Kritik am Vorgehen der israelischen Armee im Gaza-Krieg von Selbstverteidigung nach dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023. Israels Ansehen hat international grossen Schaden genommen.
Von Israels Aussenministerium hiess es weiter: «Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Pillay ist keine Würdigung der Gerechtigkeit. Es ist die groteske Instrumentalisierung einer Auszeichnung, um antiisraelischen Hass und Vorurteile zu legitimieren.»
Israel warf der Preisträgerin zugleich vor, die «politisch motivierte Dämonisierung Israels» voranzutreiben. Der nationalsozialistische Propagandaminister Joseph Goebbels applaudiere «sicher aus der Hölle», hiess es in der Mitteilung weiter.









