Gaza-Demo: Noch ist ungewiss, was am Sonntag auf Bern zu kommt
In Bern wird diesen Sonntag wieder die Gaza-Demo stattfinden. Dafür wurde offenbar keine Bewilligung eingeholt.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag findet in Bern eine nationale Gaza-Demo statt.
- Bei der Demo im Vorjahr gab es Sachschäden, Verletzte und Verhaftungen.
- Die Kantonspolizei Bern bereitet sich «dynamisch» vor.
Wie verläuft die Gaza-Demo dieses Jahr?
Im letzten Jahr kam es in Bern bei einer Gaza-Demo zu Sachschäden, Verletzten und Verhaftungen.
Für Sonntag, genau ein Jahr später, wurde zu einer neuen Gaza-Demo aufgerufen. Einzelne linke Organisationen rufen mit dem Slogan «Smash Imperialism» zu der Demonstration auf.
«Wir wissen nicht, was auf uns zukommt»
Alec von Graffenried, Sicherheits-Direktor der Stadt Bern, sagt gegenüber dem «SRF-Regionaljournal Bern Freiburg Wallis»: «Für die Demo ist kein Gesuch eingetroffen. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, deswegen bereiten wir uns entsprechend dynamisch vor.»
Die Polizei wolle alles daran setzen, dass bei der Demo dieses Mal nichts aus dem Ruder gerät.
Politikerinnen beziehen Stellung
Ähnliches fordert auch SP-Grossrätin Oriana Pardini. Im Beitrag von SRF verlangt sie von der Polizei «gute Vorbereitung und konsequentes Vorgehen. Ein friedlicher Protest muss möglich sein.»
Pardini weiter: «Die Stadt und die Polizei sollen die konkrete Lage beurteilen und nicht jede Kundgebung pauschal als Sicherheitsrisiko behandeln.»
Milena Daphinoff sitzt für «Die Mitte» im Berner Kantonsparlament und ist Präsidentin der Gewerbevereinigung BernCity.
Gegenüber dem Regionaljournal von SRF erwähnt sie, dass bewusst ein symbolisches Datum ausgesucht worden sei. «Immerhin sollten dieses Mal die Läden weniger betroffen sein, da die Demo auf einen Sonntag fällt.»
Die Politikerin verlangt von den Demo-Teilnehmenden, Verantwortung gegenüber den offenen Restaurants zu übernehmen.
Tobias Burkhalter, Inhaber des Restaurants «Della Casa», welches letztes Jahr Brandopfer der Demo wurde, lässt seine Gaststube geschlossen.

In einem Interview mit Nau.ch blickte er nochmals auf den Vorfall zurück. «Der Hass und die Zerstörungswut hat mich letztes Mal komplett überrascht und entrüstet. Ich bin froh, dass es dieses Mal ein Sonntag ist und keine Gäste oder Mitarbeitende gefährdet sind.»











