Frau auf der Strasse erstochen – Mordprozess gegen Ehemann beginnt
Sieben Monate nach der tödlichen Messerattacke auf eine 31-Jährige in der deutschen Hauptstadt hat der Prozess gegen deren Ehemann vor einem Berliner Gericht begonnen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Anklage wirft ihm Mord aus niedrigen Beweggründen vor.
Der 42-Jährige soll die sechsfache Mutter am 29. April im Nordosten Berlins auf der Strasse mit 13 Messerstichen und Schnitten umgebracht haben. Laut Anklage soll sich der aus Afghanistan stammende Mann zur Tötung seiner Frau entschlossen haben, weil er sich durch deren Trennungsabsichten gekränkt fühlte.
Der Tat sind laut Anklage zwei Körperverletzungen vorausgegangen, die ebenfalls im Prozess verhandelt werden. So soll der 42-Jährige im vergangenen Februar seine Frau in der zunächst gemeinsam bewohnten Unterkunft geschlagen haben. Danach habe er ein Betretungsverbot für das Wohnheim erhalten. Im März soll der Mann dann seiner Frau gedroht haben, sie zu töten.
Der Fall hatte für Kritik an der Polizei und an deutschen Behörden gesorgt. Es sei bekannt gewesen, dass sich die sechsfache Mutter in Gefahr befunden habe, kritisierten Frauenrechtsorganisationen. Das Gericht hat für den Fall zunächst insgesamt 18 Prozesstage bis Februar 2023 eingeplant.










