Franzosen stellen Klötze gegen Wohnwagen-Invasion auf

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Frankreich,

Die französische Gemeinde Talant wurde im Frühling von Wohnwagen geflutet. Nun sollen Beton-Blöcke Reisende abschrecken.

Talant
Solche Bilder soll es in Talant nicht mehr geben: Die französische Gemeinde wird im Mai von Wohnwagen zugestellt. - Instagram

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gemeinde Talant wurde im Frühling von etwa hundert Wohnwagen geflutet.
  • Es waren Reisende, die sich illegal auf einem Sportgelände aufstellten.
  • Nun wurden grosse Beton- und Stein-Blöcke aufgestellt.

Talant sagt Reisenden den Kampf an. Am 22. Mai wurde die ostfranzösische Gemeinde nahe Dijon von rund hundert Wohnwagen geflutet.

Weil der offizielle Platz in Dijon nicht verfügbar war, bauten die Reisenden ihr Lager auf den Sportplätzen «Pascal Gien» auf. Das ist illegal.

Talant
Die Gemeinde Talant liegt nahe der Stadt Dijon im Osten Frankreichs. - Google Maps

Gegenüber «France 3» erzählt eine Anwohnerin: «Wir sind nicht mehr hierher gekommen, um mit dem Hund zu spazieren. Wir fühlten uns nicht mehr sicher, überall war Dreck. Es war einfach nicht schön.»

Leben im Wohnwagen – wäre das was für dich?

Beton-Blöcke für 10’000 Euro

Der Gemeinde-Präsident Adrien Guené berichtet zwar, dass es keine Meldungen puncto Sicherheit gab. Und es abends einigermassen ruhig war. Dennoch soll es in Zukunft eine Wohnwagen-Invasion wie im Mai nicht mehr geben.

Die Massnahme: Um unerwünschtes Eindringen zu verhindern, wurden Beton- und Steinblöcke an strategischen Stellen beim Stadion platziert. Die Blöcke haben ein Gewicht von 1,5 Tonnen.

Die Gesamtkosten der Zufahrts-Beschränkung belaufen sich auf knapp 10’000 Euro. Sie werden von der Gemeinde getragen.

Talant
So sieht die Zufahrt zum Stadion in Talant nicht mehr aus – Beton-Blöcke wurden platziert. - Google Street View

Auch die Reisenden verursachten Kosten

Auch die Reisenden verursachten in ihrem dreiwöchigen Aufenthalt Strom- und Wasser-Kosten von 10’000 Euro.

Was Guené sauer macht: Seine Gemeinde musste die Notlage ohne jegliche staatliche Unterstützung allein bewältigen. Man sei alleingelassen worden. Obwohl in seinen Augen dafür der Staat zuständig wäre.

Kommentare

User #5302 (nicht angemeldet)

Die Bezeichnung Reisene ist nicht richtig es sind Fahrende

User #1324 (nicht angemeldet)

In Köniz hätte es noch Platz für die Gruppe die man neuerdings Reisende nennen muss.

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