Flugchaos in italienischem Luftraum
Technische Störungen legen den Flugverkehr über Italien teilweise lahm. Auch mehrere Swiss-Flüge ab Zürich sind betroffen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen technischer Störungen ist der Flugverkehr über Italien seit mehreren Stunden eingeschränkt.
- Die Flugsicherung schliesst einen Hacker-Angriff oder Sabotage zunächst aus.
- Mehrere Swiss-Flüge von Zürich nach Italien wurden gestrichen, darunter Flüge nach Bologna und Mailand.
Wegen Störungen im Datenübertragungsnetz der Flugsicherungsdienste ist der Flugverkehr über Italien seit mehreren Stunden beeinträchtigt. Dies teilte die Flugsicherung Enav in Rom mit.
Seit 6.00 Uhr seien deshalb «Massnahmen zur Verkehrsteuerung» in Kraft. Dies führe dazu, dass im italienischen Luftraum weniger Flugzeuge abgefertigt würden. Einen Hacker-Angriff oder Sabotage schloss die Behörde zunächst aus.

Betroffen sind sowohl Maschinen, die in Italien starten und landen wollen, als auch Flugzeuge, die Italien überfliegen.
Zu den Hintergründen der Störungen äusserte sich die Behörde nicht näher. In der Mitteilung heisst es jedoch: «Es ist ausgeschlossen, dass die Störungen auf böswillige Handlungen zurückzuführen sind.»
Die Enav ist für Überwachung, Kontrolle und Sicherung des Betriebs im italienischen Luftraum mit Flughäfen wie Rom oder Mailand zuständig. Pro Jahr wickelt sie etwa zwei Millionen Flüge ab.
Auch Swiss-Flüge annulliert
Laut der Website des Flughafens Zürich wurden heute Morgen mehrere Swiss-Flüge nach Italien gestrichen. Der Flug LX 1668 von Zürich nach Bologna um 8.35 Uhr fällt aus. Auch der Flug LX 1612 von Zürich nach Mailand ist betroffen.
Für den Flug LX 1678, der ebenfalls nach Bologna gehen sollte, folgen weitere Informationen. Ob die Flüge wegen der Störungen im Datenübertragungsnetz der Flugsicherungsdienste annulliert wurden, ist aktuell noch nicht klar.












