Schweizer vermisst - Drohnen-Stimme seines Bruder soll helfen
Ein Schweizer mit kognitiver Beeinträchtigung ist in der Toskana verschwunden. Für die Suche werden auch Drohnen mit der Stimme des Bruders eingesetzt.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Toskana wird ein 48-jähriger Schweizer mit einer starken kognitiven Beeinträchtigung vermisst.
- Er spricht nicht und versteht kein Italienisch. Er erschreckt sich leicht und könnte sich auf einem Privatgrundstück verstecken.
- Es werden Drohnen mit der Stimme des Bruders eingesetzt, die bei der Suche helfen sollen.
In der Toskana wird seit dem 2. Oktober ein 48-jähriger Schweizer vermisst. Er ging ohne seine persönlichen Sachen in den Wald und kam nicht mehr zurück, so die italienische Zeitung «La Nazione».
Zunächst war fälschlicherweise von einem deutschen Staatsbürger die Rede. Inzwischen ist jedoch klar: Bei dem Vermissten handelt es sich um einen Schweizer.
Verschwunden ist der Mann in der Umgebung der italienischen Gemeinde Monterotondo Marittimo zwischen Genua und Rom. Feuerwehr, Carabinieri und zahlreiche Freiwillige suchen nach ihm. Doch die Suche gestaltet sich schwierig.
Könnte sich aus Angst verstecken
Er hat eine starke kognitive Beeinträchtigung, spricht nicht und versteht kein Italienisch. Zudem erschrickt er leicht und könnte sich aus Angst verstecken. Deshalb ist nicht auszuschliessen, dass er sich auf einem Privatgrundstück aufhält – in einem Garten, einer Garage oder einem Keller.
Der Bürgermeister hat nun ein Foto des Mannes veröffentlicht und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Die Einwohnerinnen und Einwohner wurden gebeten, ihre Grundstücke vorsichtig und diskret zu kontrollieren.
Dabei gilt eine besonders wichtige Anweisung: Wer den Vermissten entdeckt, soll sich ihm nicht nähern und ihn nicht rufen. Er könnte sich dadurch erschrecken und erneut verstecken.
Abstand wahren
Stattdessen sollen Beobachtungen sofort der Polizei oder der Feuerwehr gemeldet werden. Dabei ist es wichtig, Sichtkontakt zu halten, aber Abstand zu wahren.
Für die Suche werden auch Drohnen eingesetzt. Dabei werden Audioaufnahmen abgespielt, auf denen der Bruder des Vermissten zu hören ist. Die Hoffnung: Dass der 48-Jährige die vertraute Stimme erkennt und dadurch gefunden werden kann.
















