Florian Hager bleibt Intendant des Hessischen Rundfunks
Florian Hager bleibt auf dem Chefposten des Hessischen Rundfunks (HR). Der 50-Jährige erhielt bei der Intendantenwahl im Rundfunkrat des deutschen öffentlich-rechtlichen Senders in Frankfurt gleich im ersten Wahlgang die erforderliche einfache Mehrheit der Stimmen.

Für ihn stimmten 29 der 30 anwesenden Rundfunkräte. Der Amtsinhaber hatte keinen Gegenkandidaten, er war als einziger Bewerber zur Wahl in dem Gremium zugelassen worden. Hager steht seit März 2022 an der Spitze des HR. Aktuell ist er auch Vorsitzender der ARD-Anstalten, zu denen der HR gehört.
Hager hatte in der Sitzung des Gremiums seine Ziele umrissen. Der HR solle «digitaler, nahbarer, flexibler» werden: ein «generationengerechter» HR mit Angeboten für alle Altersgruppen. «Der HR ist der Ort, wo Hessen ein Gesicht bekommt», sagte er. Die Regionalstudios seien «die Antennen ins Land». Sie garantierten, «dass wir nicht über die Menschen reden, sondern mit ihnen».
Hager sagte: «Wir geben dem Zweifel Raum, aber wir geben den Fakten das letzte Wort. Das ist unser unveräusserliches Versprechen an die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler.»
Die zweite Amtszeit Hagers wurde nach der Wahl einstimmig auf fünf Jahre festgelegt. Möglich war rechtlich ein Zeitraum zwischen fünf und neun Jahren. Hagers erste Amtszeit endet im Februar 2027.
Der gebürtige Schwabe hatte im Dezember 2021 im zweiten Anlauf die Intendantenwahl mit knapper Mehrheit gewonnen, für ihn stimmten damals 18 von 32 Rundfunkratsmitgliedern. Er setzte sich gegen Betriebsdirektorin Stephanie Weber durch und trat die Nachfolge von Manfred Krupp an. Gut einen Monat zuvor waren in einer Sitzung des Rundfunkrats drei Wahlgänge jeweils unentschieden ausgegangen.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland wird zum weitaus grössten Teil über den Rundfunkbeitrag finanziert, der aktuell monatlich bei 18,36 Euro liegt und den jeder Haushalt zahlen muss.










