Feuer gegen Feuer im Einsatz beim Waldbrand in Hürtgenwald
Im Kampf gegen den grossen Waldbrand im westdeutschen Hürtgenwald nahe der belgischen Grenze soll nun auch Gegenfeuer als Mittel der Brandbekämpfung zum Einsatz kommen.

Diese Taktik soll Brandschneisen in die Fläche schlagen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet, wie Feuerwehrsprecher Peter Berndgen sagte.
«Wir haben Expertenteams vor Ort, die genau diese Taktik gerade einsetzen», sagte er. Neben der aus Kanada und Südeuropa bekannten Methode kämen auch Panzer der Bundeswehr und Motorsägen zum Einsatz, um für meist fünfzehn Meter weite Schneisen zu sorgen. Rund 300 Hektar Wald stehen in Flammen.
Der Löscheinsatz könne noch Tage dauern, meinte Berndgen. «Wir haben heute sehr ungünstige Bedingungen für eine Waldbrandbekämpfung», erklärte er. Es handele sich um einen sogenannten «Red Flag Day»: Hohe Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind erschweren die Arbeit der Einsatzkräfte.
Berndgen geht deshalb davon aus, dass die evakuierten Anwohner im Laufe des Abends «auf keinen Fall» in ihre Wohnungen zurückkehren können. Eine aktuelle Entscheidung des Krisenstabs sei ihm bislang nicht bekannt.
«Wir müssen noch frei arbeiten können», sagte Landrat Ralf Nolten, der oberste Verwaltungsbeamte des Kreises Düren, zu dem die Gemeinde Hürtgenwald gehört. Während etwa Wasserwerfer ein- und ausfahren, bleibe der Bereich vorerst abgesperrt. Es sei noch unklar, wann die Bewohner zurück könnten.














