Zwei weitere Länder Impfen wieder mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Die Impfungen wurden wegen Verdachts auf Blutgerinnsel ausgesetzt.
Ampullen mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Nicolas Armer/dpa
Ampullen mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Nicolas Armer/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Finnland und Island wird wieder mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft.
  • Beide Länder hatten aufgrund des Thrombose-Verdachts die Impfungen ausgesetzt.

Die beiden nordeuropäischen Staaten Finnland und Island haben angekündigt, die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca wiederaufzunehmen. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers wird ab dem kommenden Montag zunächst nur bei Menschen über 65 Jahren wieder eingesetzt. Dies teilte das finnische Gesundheitsinstitut THL am Mittwoch mit. Jüngeren wird das Mittel dagegen vorsichtshalber vorerst weiter nicht verabreicht, sie bekommen dafür andere Impfstoffe.

Die Wiederaufnahme auf Island gab Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz in Reykjavik bekannt. Das Präparat wird demnach in den kommenden beiden Wochen verwendet, um Menschen über 70 und Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu impfen.

Stopp wegen Verdacht auf Blutgerinnsel

Island hatte den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes am 11. März vorsorglich ausgesetzt, nachdem kurz zuvor Dänemark einen solchen Schritt bekanntgegeben hatte. Hintergrund waren Meldungen zu vereinzelten Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen mit dem Präparat.

Finnland dagegen hatte den Einsatz des Astrazeneca-Mittels erst gestoppt, nachdem ihn Deutschland und andere Länder nach einem positiven Bescheid der Europäischen Arzneimittelagentur EMA bereits wiederaufgenommen hatten. Grund für den finnischen Schritt waren zwei Verdachtsfälle zu schweren Blutgerinnseln gewesen. Die Untersuchungen zu einem möglichen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung setzen die Finnen weiter fort.

Die drei weiteren nordeuropäischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen werden voraussichtlich am Donnerstag und Freitag bekanntgeben, wie es mit dem bei ihnen verhängten Astrazeneca-Impfstopp weitergeht.