Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus beschwört ein internationales Expertengremium für Krisenprävention alle Regierungen der Welt, dringend zu handeln. Statt über mögliche mildere Krankheitsverläufe zu spekulieren, müssten vielmehr umgehend Massnahmen durchgesetzt werden, um das Vordringen von Omikron zu verlangsamen, forderte der von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2018 einberufene Ausschuss für weltweite Krisenprävention (GPMB) am Mittwoch in einem Appell.
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Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet sich darauf vor, eine Person in einer Einrichtung auf COVID-19 zu testen. Foto: Denis Farrell/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • «Es ist essenziell, die Übertragung von Omikron in den nächsten Wochen einzudämmen», heisst es in dem Aufruf.

«Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein.» Die rasante Ausbreitung werde vor allem für Gruppierungen und Länder, die begrenzten Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben, schwere Folgen haben.

Optimistische Erwartungen zur Schwere der durch Omikron verursachten Erkrankung oder zur Wirksamkeit der Impfstoffe basierten auf begrenzten Erkenntnissen, warnen die Experten. «Das spendet falschen Trost und lullt einige Länder ein, die dadurch im Zustand der Untätigkeit verharren.»

Die Länder müssten umgehend die als effektiv bekannten Massnahmen durchsetzen, darunter Abstand halten, Maske tragen, Desinfizieren, Lüften, Testen und Isolieren von Betroffenen. Um den Teufelskreis von neuen Varianten, Einschränkungen und Panik zu durchbrechen, müsse mehr in die Erforschung und dezentrale Herstellung von neuen Covid-Medikamenten und -Impfstoffen investiert werden.

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