Ex-Krankenschwester könnte noch mehr Babys geschadet haben

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Im Fall der verurteilten Krankenschwester in Grossbritannien sind neue Verdachtsfälle aufgetaucht. Sie könnte versucht haben, noch mehr Kindern zu schaden.

    Krankenschwester Baby
    Eine Krankenschwester hält ein Neugeborenes. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Grossbritannien wurde eine Krankenschwester wegen Mordes an sieben Kindern verurteilt.
    • Einem Bericht zufolge könnte sie in 30 weitere «verdächtige Vorfälle» involviert sein.
    • Diese Babys haben jedoch überlebt.

    Die wegen des Mordes von sieben Babys verurteilte britische Ex-Krankenschwester Lucy L. könnte versucht haben, mehr Kleinkindern zu schaden. Das lässt sich einem Bericht entnehmen.

    Ermittler hätten bisher etwa 30 weitere «verdächtige Vorfälle» mit Babys während ihrer Zeit am Krankenhaus in Chester ausgemacht. Das schrieb die Zeitung «Guardian» am Montag. Alle Kinder hätten überlebt. Insgesamt prüfen die Behörden die Betreuung von 4000 Neugeborenen.

    Strafmass wird am Montag verkündet

    Die 33-Jährige war am Freitag auch wegen Mordversuchs an sechs Kindern verurteilt worden. Es handelt sich um die schwerste Kindermordserie in Grossbritannien in der jüngeren Geschichte. Das Strafmass sollte noch am Montag verkündet werden. Die Krankenschwester könnte zur Höchststrafe verurteilt werden: Verhängt der Richter eine «whole life order», müsste sie bis zu ihrem Tod hinter Gittern bleiben.

    Pressevertreter vor Krankenhaus
    Pressevertreter vor dem Countess of Chester Hospital in Chester, England. - keystone

    Nachdem die Verurteilte signalisiert hatte, dem Richterspruch fernzubleiben, forderten Politiker und Angehörige, Lucy L. notfalls mit Gewalt vorzuführen. Das Gericht hat keine Handhabe, sie zur Anwesenheit zu verpflichten. Die Regierung plant ein Gesetz, damit Straftäter ihrer Verurteilung nicht mehr fernbleiben können.

    Die Motive sind trotz eines monatelangen Prozesses unklar. Sie wies die Vorwürfe bis zuletzt strikt zurück. Mittlerweile wurden Forderungen laut, wegen Beihilfe zum Totschlag gegen das damalige Management der Klinik im westenglischen Chester zu ermitteln.

    Immer wieder hatten Vorgesetzte oder Kollegen Verdacht geäussert. Doch sie wurden zurückgepfiffen und teils gezwungen, sich bei der Krankenschwester zu entschuldigen.

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