Liz Truss will die Nachfolgerin von Boris Johnson werden. Nun erhält sie auch Unterstützung des ehemaligen Gesundheitsministers Sajid Javid.
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Sajid Javid, der ehemalige Gesundheitsminister von Grossbritannien. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Liz Truss strebt die Nachfolge von Premier Boris Johnson an.
  • Nun erhält die Aussenministerin gar Unterstützung von Sajid Javid.
  • Der Ex-Gesundheitsminister hatte zunächst selbst für das Amt kandidiert.

Im Kampf um die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson hat Favoritin Liz Truss erneut prominente Unterstützung erhalten. Ex-Gesundheitsminister Sajid Javid, der selbst zunächst für das Amt kandidiert hatte, sprach sich am Mittwochabend in der Zeitung «Times» für die Aussenministerin aus. Truss sei am besten geeignet, den «Herausforderungen unserer Zeit» zu begegenen, so Javid.

Damit haben sich nun fünf einstige Premier-Bewerber für Truss ausgesprochen, darunter die drittplatzierte Penny Mordaunt. Der Schritt gilt auch deshalb als schwerer Schlag für Truss' Kontrahenten Rishi Sunak, weil bisher angenommen worden war, dass der Ex-Finanzminister und Javid politisch ein enges Verhältnis haben.

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Liz Truss gilt als Favoritin. - POOL/AFP

Doch Javid kritisierte nun Sunaks Vorhaben einer langsamen Steuersenkung. Grossbritannien riskiere damit, in eine «Wirtschaft mit hohen Steuern und niedrigem Wachstum zu schlafwandeln». Dies führe zu einem Verlust an «globalem Einfluss und Macht». Vielmehr sei es wie von Truss angekündigt richtig, die Steuern sofort deutlich zu senken - das kurbele die Wirtschaft an.

Truss liegt in Führung

Am Abend stellten sich Truss und Sunak auf einer Wahlkampfveranstaltung in der walisischen Hauptstadt Cardiff erneut den Fragen der Parteibasis. In jüngsten Umfragen unter Tory-Mitgliedern lag die Aussenministerin deutlich in Führung. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass Stimmungserhebungen schwierig seien - auch weil die Partei keine Daten zur Verfügung stellt. Ein Ergebnis soll am 5. September bekannt gegeben werden.

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