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Euro-Konjunktur legt im November Rückwärtsgang ein

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Deutschland,

Der Euro-Zone droht wegen der zweiten Corona-Welle ein Rückfall in die Rezession.

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Die Industrie in der Eurozone weitet die Produktion spürbar aus. (Archiv) - sda - KEYSTONE/EPA/CLEMENS BILAN

Das Wichtigste in Kürze

  • Europas Konjunktur wird schwer von der Corona-Krise getroffen.
  • Besonders stark sind die Auswirkungen in Frankreich spürbar.

Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im November um 4,9 auf 45,1 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit einem halben Jahr, wie das Institut IHS Markit am Montag zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte.

Das Barometer rutschte damit klar unter die Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum signalisiert. «Aufgrund der neuerlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen ist die Euro-Zone im November wieder in eine ernste Krise geschlittert», sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden vierten Quartal schrumpfe.

Dienstleister am stärksten betroffen

Am stärksten haben die Massnahmen der Regierungen im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung einmal mehr die Dienstleister getroffen, und hier besonders Unternehmen aus konsumnahen Bereichen sowie das Gastgewerbe.

«Allerdings hat sich die schwächelnde Nachfrage auch auf den Industriesektor negativ ausgewirkt», sagte Williamson. «Gleichwohl bleibt das verarbeitende Gewerbe ein Lichtblick. Vor allem die deutschen Hersteller legen eine ermutigende Widerstandsfähigkeit an den Tag, wobei sie von einem anhaltenden Nachfrageboom profitieren.»

Frankreich schwer getroffen

Besonders schwer erwischte es Frankreich, wo die Regierung wegen der vielen Corona-Infektionen einen harten Lockdown verhängt hatte: In der zweitgrössten Volkswirtschaft der Währungsunion rutschte der Einlaufsmanagerindex auf 39,9 Punkte ab.

In Deutschland kühlte sich die Konjunktur inmitten des Teil-Lockdowns zwar ebenfalls ab, doch signalisiert das Barometer mit einem Wert von 52,0 Zählern immer noch ein robustes Wachstum - vor allem wegen der Industrie.

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