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    EU kritisiert Öffnung von Küstenort Varosha auf Zypern

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    Belgien,

    Die EU hat die Öffnung des seit Jahrzehnten abgesperrten Küstenorts Varosha auf der geteilten Insel Zypern kritisiert.

    Bisher abgesperrtes Küstengebiet Varosha
    Bisher abgesperrtes Küstengebiet Varosha - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Borrell fordert von Ankara Unterstützung von UN-Gesprächen für Friedensprozess.

    Die EU sehe das Vorgehen der von der Türkei unterstützten Regierung Nordzyperns mit «schwerwiegender Besorgnis», erklärte der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell im Namen der Mitgliedstaaten am Dienstag. Er verlangte, den Schritt «umgehend» rückgängig zu machen und einschlägige UN-Resolutionen zu dem Gebiet zu respektieren.

    Die Türkei hält den Nordteil Zyperns seit 1974 militärisch besetzt und erkennt als einziges Land die dortige Republik Nordzypern an. Die türkische Armee hatte den Badeort Varosha abgesperrt, nachdem die griechischen Zyprer wegen des türkischen Einmarsches in Nordzypern von dort geflohen waren.

    Die Zugehörigkeit des Ortes ist ebenso wie der Status Nordzyperns umstritten. Der türkisch-zyprische Regierungschef Ersin Tatar hatte den Küstenort vor der Präsidentschaftswahl in Nordzypern am Wochenende wieder öffnen lassen. Bei der Wahl erzielte er dann rund ein Drittel der Stimmen und geht nun gegen den sozialdemokratischen Amtsinhaber Mustafa Akinci in die Stichwahl.

    Die EU unterstütze die baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Lösung des Zypern-Problems unter UN-Ägide, erklärte Borrell. «Sie erwartet dasselbe von der Türkei.» Die Türkei hatte die Öffnung von Varosha unterstützt.

    Das Verhältnis der EU zu Ankara hat sich seit dem vergangenen Jahr weiter verschlechtert. Grund ist der Streit mit den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern um Gas-Bohrungen im östlichen Mittelmeer. Ankara hatte am Montag erneut sein Forschungsschiff «Oruc Reis» in das umstrittene Gebiet entsandt.

    Mit dem Konflikt wird sich der EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag erneut beschäftigen. Bisher hatte die EU Ankara noch bis zum Jahresende Zeit gegeben, um eine gütliche Einigung in dem Konflikt zu finden.

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