EU-Kommission will vorläufige Flüchtlings-Verteilung

    DPA
    DPA

    Belgien,

    Der EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos will eine Vereinbarung der Mitgliedsstaaten darüber, wie Flüchtlinge verteilt werden können.

    Flüchtlings-Verteilung
    Gerettete Migranten auf hoher See. - sea-eye.org/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • EU-Innenkommissar Avramopoulos will eine Vereinbarung für die Flüchtlings-Verteilung.
    • Dies für die Zeit, bis die Dublin-Regeln reformiert wurden.

    Um schnelle Lösungen für den Umgang mit geretteten Bootsflüchtlingen zu finden, fordert die EU-Kommission einen vorläufigen Mechanismus zur Verteilung. Dieser soll Menschen auf die Mitgliedstaaten verteilen.

    «Bis die neuen reformierten Regeln zur Verteilung von Flüchtlingen nach dem sogenannten Dublin-System Realität werden, fordere ich alle EU-Mitgliedsländer auf, ihre Arbeit zu beschleunigen und vorläufige Vereinbarungen zu finden, wie mit den Menschen umzugehen ist, wenn sie die Rettungsschiffe verlassen haben.» Dies sagte der zuständige EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos der «Welt».

    Dimitris Avramopoulos
    Der EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. - Keystone

    Er hoffe darauf, dass die EU-Innenminister hier schon beim ersten Treffen unter der neuen finnischen Ratspräsidentschaft kommende Woche vorankommen.

    Dublin-Regeln

    Gemäss der Dublin-Regeln ist derjenige EU-Staat für Migranten zuständig, den diese zuerst erreichen. Aufgrund der geografischen Lage sind das meistens Mittelmeeranrainer wie Italien, Griechenland und Malta. Ausnahmen gibt es, wenn ein Asylbewerber Verwandte oder andere Bezugspunkte in einem anderen EU-Land hat.

    Avramopoulos verwies darauf, dass die EU-Kommission in Fällen wie «Sea Watch 3» immer wieder Einzelfalllösungen zwischen den Mitgliedstaaten koordiniert habe. Solche Situationen gelte es, künftig zu vermeiden.

    Sea Watch Carola Rackete
    Die «Sea Watch 3» bleibt von den italienischen Behörden beschlagnahmt. - dpa-infocom GmbH

    Dazu müsse die Europäische Union auch mit Drittstaaten zusammenarbeiten, damit Menschen nicht bei der Flucht ihr Leben riskieren. Sondern auf legalem Wege nach Europa kommen könnten, wenn sie Schutz benötigten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Sea-Eye Alan Kurdi
    Rom
    Carola Rackete
    9 Interaktionen
    Über eine Million
    europa
    1 Interaktionen
    Berlin

    MEHR IN NEWS

    MEHR AUS BELGIEN

    selenskyj
    114 Interaktionen
    Brüssel
    krieg ukraine
    144 Interaktionen
    Brüssel
    eu und schweiz
    27 Interaktionen
    Brüssel
    selenskyj
    48 Interaktionen
    Streit um Waffenruhe