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    Die EU gegen den Krebs: Bis 2030 soll niemand mehr an HPV sterben

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    Belgien,

    Krebserkrankungen sind in der EU bald für die häufigste Todesursache. Die EU-Kommission setzt sich nun als Ziel, dass bis 2030 niemand mehr an HPV sterben soll.

    hpv krebs
    EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Brüsseler Behörde präsentiert einen Aktionsplan gegen Krebs.
    • Bis 2030 soll niemand mehr an Gebärmutterkrebs erkranken.
    • In der EU erkrankten im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Menschen an Krebs.

    Am Mittwoch stellte die Brüsseler Behörde einen Aktionsplan gegen Krebs vor. Präventionskampagnen, besserer Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen und die Erforschung von Therapiemöglichkeiten sollen demnach unter anderem finanziert werden. «Unser übergreifendes Anliegen ist es, überall in der EU gleichen Zugang zu moderner Technologie und Behandlung zu ermöglichen». Das sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

    Gemeinsam gegen den Krebs

    Bis 2030 solle so etwa niemand mehr an Gebärmutterhalskrebs erkranken. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärt: «Wir streben die Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs und anderen durch humane Papillomviren (HPV) verursachten Krebsarten an». Demnach sollen 90 Prozent der jungen Frauen und auch deutlich mehr Männer gegen HPV geimpft werden.

    HPV
    HPV-Impfung einer Jugendlichen. - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Gegen Lungenkrebs will Brüssel vor allem mit Kampagnen gegen Tabakkonsum vorgehen. Das Ziel ist, «einer tabakfreien Generation, in der weniger als fünf Prozent Tabak konsumieren, im Vergleich zu 25 Prozent heute». Dafür könnte bei der Besteuerung, der Kennzeichnung von Verpackungen und den Vorgaben für die Werbung für Tabakprodukte angesetzt werden.

    Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten

    Zudem möchte man, dass bis 2025 nahezu allen Menschen in Risikogruppen für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs Vorsorgeuntersuchungen zumindest angeboten werden. In Deutschland und einigen anderen Ländern ist dies teilweise bereits der Fall. Besonders in östlichen Ländern werden jedoch deutlich weniger Menschen voruntersucht. Auch die Zahl der Krebstoten ist dort relativ zur Bevölkerung bedeutend höher.

    Mitglieder EU
    Flaggen der EU-Mitgliedstaaten. - AFP

    Wie von der EU-Kommissionspräsidentin angedeutet, will Brüssel diese enormen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten angehen. «Wir wollen sicherstellen, dass alle Krebspatienten die gleichen Überlebenschancen haben». Das erklärte Gesundheitskommissarin Kyriakides, die selbst bereits zwei Mal an Brustkrebs erkrankte.

    Nach Kommissionsangaben erkrankten 2020 in der EU 2,7 Millionen Menschen an Krebs, 1,3 Millionen starben daran. Demnach ist Krebs im Begriff, die häufigste Todesursache in der EU zu werden. Lungenkrebs ist insgesamt die häufigste tödliche Krebserkrankung, bei Frauen ist es Brustkrebs. Die Corona-Pandemie habe zusätzlich schwerwiegende Auswirkungen auf Behandlung und Vorsorge von Krebspatienten, erklärte die Behörde.

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