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EU-Impfstoffstreit: Estland und Lettland dankbar für Extra-Dosen

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Estland,

Im Streit um Corona-Impfstoffe haben sich die beiden baltischen Staaten Estland und Lettland dankbar gezeigt für die zugeteilten Impfstoffe.

Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson stehen in der Apotheke des National Jewish Hospital zur Verteilung im Osten von Denver. Foto: David Zalubowski/AP/dpa
Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson stehen in der Apotheke des National Jewish Hospital zur Verteilung im Osten von Denver. Foto: David Zalubowski/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Estland und Lettland zeigen sich dankbar über zusätzliche Impfdosen der EU.
  • 24 Länder wollen so den Staaten helfen, die wenig Impfdosen zur Verfügung haben.

Im Streit um Corona-Impfstoffe haben sich die beiden baltischen Staaten Estland und Lettland dankbar gezeigt für die zugeteilten Impfstoffe aus einer vorgezogenen Lieferung.

«Diese zusätzlichen Dosen sind eine wichtige Unterstützung der Europäischen Union für Estland bei der Bekämpfung der Pandemie», wurde Regierungschefin Kaja Kallas am Donnerstagabend in einer Mitteilung der Staatskanzlei in Tallinn zitiert. Auch Lettlands Aussenminister Edgars Rinkevics würdigte auf Twitter die «Unterstützung und echte Solidarität» der EU-Mitgliedstaaten.

Im erbittert geführten Streit um die Verteilung von zehn Millionen vorgezogenen Biontech/Pfizer-Impfdosen haben die EU-Staaten am Donnerstag eine Lösung gefunden.

24 Länder - darunter Deutschland - verabredeten eine Art Solidaritätsausgleich, um Staaten mit besonders grossem Impfstoffmangel zu helfen. Österreich, Tschechien und Slowenien lehnten den Kompromissvorschlag ab.

Insgesamt geben 19 Staaten gut 2,8 Millionen Dosen ab. Damit sollen Lücken in Estland, Lettland, der Slowakei, Kroatien und Bulgarien ausgeglichen werden. Die übrigen sieben Millionen Impfdosen sollten nach Bevölkerungsanteil unter allen 27 Staaten verteilt werden.

Das gegenwärtig stark von Corona-Pandemie betroffene Estland erhält nach Regierungsangaben damit in den kommenden drei Monaten insgesamt über 62 000 Extra-Dosen. Das benachbarte Lettland, das vor allem auf das Astrazeneca-Mittel setzt und weniger als möglich von anderen Präparaten bestellt hatte, bekommt mehr als 400 000 Dosen.

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