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    EU-Aussenminister wollen neues Belarus-Sanktionspaket in Kraft setzen

    Keystone-SDA
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    Weissrussland,

    Die Aussenminister der EU-Staaten wollen am Montag ein umfangreiches neues Sanktionspaket gegen Unterstützer des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko in Kraft setzen. Eine zuvor in Brüssel erzielte Einigung sieht vor, gegen 78 Personen EU-Einreiseverbote zu verhängen und in der EU vorhandene Vermögenswerte einzufrieren. Betroffen sind zudem mindestens sieben Entitäten, also zum Beispiel staatliche Stellen oder Unternehmen.

    Der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko spricht vor dem Parlament in Minsk. Die EU-Staaten haben sich auf ein umfangreiches neues Sanktionspaket gegen Unterstützer des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko verständigt. Foto: Sergei Shelega/POOL BelTA/AP/dpa
    Der Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko spricht vor dem Parlament in Minsk. Die EU-Staaten haben sich auf ein umfangreiches neues Sanktionspaket gegen Unterstützer des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko verständigt. Foto: Sergei Shelega/POOL BelTA/AP/dpa - sda - Keystone/POOL BelTA/AP/Sergei Shelega

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beraten werden die Aussenminister bei ihrem Treffen in Luxemburg zudem über zusätzlich geplante Wirtschaftssanktionen gegen Belarus.

    Sie könnten die Kali- und Ölindustrie des Landes sowie den Finanzsektor treffen. Ausserdem ist ein Austausch mit der belarussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja geplant.

    Mit dem neuen Sanktionspaket reagiert die EU auf die anhaltenden Repressionen gegen die Zivilgesellschaft und die demokratische Opposition in der früheren Sowjetrepublik. Einem Teil der Betroffenen wird auch vorgeworfen, an der aus EU-Sicht illegalen und gefährlichen Festnahme des regierungskritischen Bloggers Roman Protassewitsch beteiligt gewesen zu sein. Belarussische Behörden hatten dafür eine von Athen nach Vilnius fliegende Passagiermaschine zu einer Zwischenlandung in Minsk gezwungen.

    Für Deutschland wird Aussenminister Heiko Maas (SPD) in Luxemburg erwartet. Maas sagte der «Welt» (Montag), er halte zusätzliche Sanktionen gegen Belarus für unausweichlich. «Jetzt sollten wir die Sanktionen auf Teile der belarussischen Wirtschaft ausweiten, wie etwa die Kali-Industrie oder in den Energiesektor. Und wir sollten der Regierung in Minsk die Möglichkeit nehmen, sich innerhalb der EU durch die Ausgabe von Staatsanleihen Finanzmittel zu verschaffen.»

    In Belarus gibt es seit der Präsidentenwahl am 9. August vergangenen Jahres Proteste gegen Lukaschenko, der sich nach der umstrittenen Abstimmung zum Wahlsieger erklären liess. Bei den Protesten gab es bereits mehrere Tote, Hunderte Verletzte und Tausende Festnahmen. Menschenrechtler kritisieren Folter in den belarussischen Gefängnissen. Gegen Lukaschenko selbst und Dutzende andere Unterstützer gibt es schon seit längerem Strafmassnahmen.

    Neben den Belarus-Sanktionen sind bei dem Treffen die Lage im Irak sowie die Beziehungen zu Ländern in Lateinamerika Thema.

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