EU

EU-Arzneimittelbehörde macht Weg frei für Novavax-Impfstoff

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Niederlande,

Gemäss der EMA erfülle Novavax «die EU-Kriterien zu Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität».

Novavax
Der Corona-Impfstoff von Novavax. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Zustimmung der EU-Kommission wird dies der fünfte Corona-Impfstoff in der EU.
  • Der Novavax-Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von drei Wochen gespritzt.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg frei gemacht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes des US-Herstellers Novavax. Das teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Nach Zustimmung der EU-Kommission wird dies der fünfte Corona-Impfstoff in der EU. Die zuständige Expertenkommission hatte nach einer ausserordentlichen Sitzung die Empfehlung ausgesprochen. Die Experten hatten bereits im länger laufenden Prüfverfahren Studien zu Wirkung und Risiken bewertet.

Nach eingehender Bewertung sei der zuständige Ausschuss zu dem Ergebnis gekommen, dass «die EU-Kriterien zu Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität erfüllt werden», teilte die EMA mit. Nun muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache.

Zwei Dosen im Abstand von drei Wochen

Der Novavax-Impfstoff (Nuvaxovid) wird in zwei Dosen gespritzt im Abstand von etwa drei Wochen. Er ist den Studien zufolge mit einem Infektionsschutz von etwa 90 Prozent hochwirksam. Wie stark er allerdings bei der sehr ansteckenden Omikron-Variante wirkt, ist unklar. Es habe bisher nur Fälle von milden Nebenwirkungen gegeben.

Das Präparat könnte für Impfskeptiker eine Alternative sein, da es auf einer anderen Technologie beruht. Nicht geimpfte Menschen, die Zweifel an den übrigen Impfstoffen haben, könnten dadurch möglicherweise umgestimmt werden.

Das Novavax-Präparat ist weder ein mRNA-Impfstoff wie die Präparate von Biontech und Moderna noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Es enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Sie sollen dafür sorgen, dass der Köper selbst die Produktion von Antikörpern und T-Zellen gegen das Virus ankurbelt.

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