Raumfahrt

    ESA-Chef: Europa muss bei kommerzieller Raumfahrt mitmischen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Europa darf aus Sicht von Josef Aschbacher, dem Chef der Europäischen Weltraumagentur ESA, den Anschluss bei der kommerziellen Raumfahrt nicht verlieren. «Wir müssen uns positionieren auch im kommerziellen Segment», sagte er am Mittwoch auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA). Ansonsten sei langfristig der europäische Zugang ins All gefährdet.

    Josef Aschbacher
    ESA-Chef Josef Aschbacher. (Archivbild) - AFP

    Die Zahl und die Bedeutung privater Raumstationen würden zunehmen. Dort stünden ökonomische Interessen im Vordergrund und keine wissenschaftlichen. «Die Frage ist: Will Europa ein kleines Zimmer in einem Hotel mieten, irgendwo am Rande, und seine Forschung machen, während nebenan Party ist?», sagte Aschbacher. Die ESA habe daher ein eigenes Direktorat aufgebaut, das sich mit der Kommerzialisierung im Weltraum befasse. Europa habe dringenden Nachholbedarf.

    «Weltraum ist eine Ressource», ergänzte am Mittwoch auf der ILA der vor wenigen Wochen zur Erde zurückgekehrte Astronaut Matthias Maurer. «Eine Ressource, die in der nächsten Generation den Markt bestimmen wird, und wir als Europa, wir müssen da teilnehmen und in der ersten Liga mitspielen.»

    Aschbacher sprach sich in diesem Kontext zudem für mehr Regulierung bei der Nutzung des Weltraums aus. Regularien müssten Fragen wie Weltraumschrott ebenso umfassen wie das Thema Zugang zum All. «Der kommerzielle Sektor ist mit immer mehr Satelliten der Treiber der Bevölkerung des Weltraums», betonte er. In den vergangenen zwei Jahren seien genauso viele Satelliten ins All geschossen worden wie insgesamt seit 1957. «Die Aufsichtsbehörden, die meisten davon auf UN-Level, halten mit dieser Realität noch nicht mit.»

    Es brauche Übereinkünfte mit allen beteiligten Nationen und Unternehmen. Das Forum dafür blieben die Vereinten Nationen (UN).

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    x
    74 Interaktionen
    Pfäffikon ZH
    Beni Durrer
    327 Interaktionen
    Auswanderer

    MEHR IN NEWS

    Übertourismus am Mont Blanc
    1 Interaktionen
    Overtourism in Bergen
    ghj
    1 Interaktionen
    Riga
    wadephul
    5 Interaktionen
    New York
    usa
    13 Interaktionen
    Diesel

    MEHR RAUMFAHRT

    2 Interaktionen
    Bern
    mission artemis 2
    4 Interaktionen
    Raumfahrt
    Falcon 9
    2 Interaktionen
    Verschmutzung
    3 Interaktionen
    Van Horn

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Isabel Schnabel
    Frankfurt/Main
    Eric Philippi
    3 Interaktionen
    Nach Trennung
    Tankstelle
    6 Interaktionen
    Deutschland