Erpressung von britischen Abgeordneten? – Politiker geht zur Polizei

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    Grossbritannien,

    Ein Kritiker von Premier Boris Johnson will bezüglich der Vorwürfe wegen Erpressung von Abgeordneten bei der Polizei aussagen.

    vereinigtes königreich
    Grossbritanniens bisheriger Premierminister Boris Johnson. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Premier Boris Johnson wird Erpressung von Abgeordneten vorgeworfen.
    • Einer seiner Kritiker will jetzt bei der Polizei aussagen.

    Britischer Premiers Boris Johnson im Kampf um sein politisches Überleben. Der konservative Abgeordnete William Wragg will bei der Metropolitan Police über die angebliche Erpressung von Parteikollegen aussagen. Kollegen sollen von Regierungsmitarbeitern mit der Veröffentlichung kompromittierenden Materials in der Presse bedroht und eingeschüchtert worden sein. Dies bestätigte der Politiker dem «Telegraph» am Samstag.

    aussage
    Der konservative Abgeordnete William Wragg will bei der Polizei aussagen. - dpa-infocom GmbH

    Er wolle die Aufklärung Experten überlassen, sagte Wragg, der seine Vorwürfe erstmals am Mittwoch geäussert hatte. Die britische Regierung erklärte, sie werde die Vorwürfe untersuchen, wenn Beweise vorlägen. Wragg gehört zu jenen Abgeordneten von Johnsons Tory-Partei, die öffentlich den Rücktritt des Premiers fordern.

    Johnson ist für ein Misstrauensvotum gerüstet

    Die Polizei ist in die Aufklärung der «Partygate»-Affäre um Lockdown-Partys in der Downing Street bislang nicht involviert. Stattdessen trägt eine Regierungsbeamtin derzeit die Fakten zusammen und befragt Beteiligte und Zeugen. Mit dem Abschluss der Untersuchung wird in der kommenden Woche gerechnet. Es gilt je nach Ergebnis der Untersuchung nicht als ausgeschlossen, dass die Polizei selbst in den Ermittlungen tätig werden könnte.

    Johnson soll inzwischen ein Team aus Vertrauten damit beauftragt haben, die Unterstützung in den Reihen seiner Partei zu sichern. Wie die «Times» berichtet, will er damit will er für den Fall eines Misstrauensvotums gerüstet sein. Er selbst will Berichten zufolge von seinem Landsitz Chequers aus am Wochenende in der Partei herumtelefonieren, um seine Kritiker umzustimmen.

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