Ermittlungen gegen Schweizer Anwälte wegen Aktien von Hermès
Gegen zwei Schweizer Anwälte und eine Notarin sind in Paris im Fall von Hermès-Aktien Ermittlungen eingeleitet worden. Ein Erbe des französischen Luxus-Modehauses hatte angegeben, wegen der Aufstockung des LVMH-Anteils an Hermès-Aktien um seinen Anteil gebracht worden zu sein. Dabei soll es sich um einen Milliarden-Betrag handeln.

Die Beschuldigten bestreiten die ihnen zur Last gelegten Vorwürfe laut der Pariser Staatsanwaltschaft. Diese bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP eine Meldung der Tageszeitung «Libération».
Der 83-jährige Nicolas Puech wirft seinem ehemaligen Vermögensverwalter Eric Freymond vor, ihn zugunsten von LVMH und dem Milliardär Bernard Arnault um seine Aktien betrogen zu haben.
Im November 2015 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet, nachdem Hermès International im Vormonat Anzeige wegen Urkundenfälschung und Urkundenmissbrauchs erstattet hatte, derer Herr Freymond verdächtigt wurde.
Freymond, gegen den bereits im Dezember 2019 wegen Urkundenfälschung ermittelt worden war, wurde im Juli 2025 zudem wegen Veruntreuung zwischen 1998 und 2023 sowie wegen Urkundenfälschung und Urkundenmissbrauchs in Frankreich und der Schweiz in den Jahren 2024 und 2025 unter Anklage gestellt. Er wurde daraufhin unter richterliche Aufsicht gestellt und musste eine Kaution von fünf Millionen Euro hinterlegen.
Doch der 67-jährige Vermögensverwalter nahm sich kurz darauf, am 21. Juli 2025, das Leben, woraufhin Strafverfahren gegen ihn eingestellt wurde. Mehrere seiner mutmasslichen Komplizen wurden in den vergangenen zwei Monaten unter Anklage gestellt.










