Zu trocken: Vierwaldstättersee-Pegel erreicht bald kritische Grenze
Europa kämpft gegen die Hitze, die Trockenheit und die Flammen. Die neusten Entwicklungen hier im News-Ticker.

Die verheerenden Waldbrände in Südeuropa verlieren langsam an Intensität. Doch von Entwarnung kann keine Rede sein. Am Mittwoch droht eine erneute Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius.
Die hohen Temperaturen schüren die Angst vor neuen Bränden. Feuerwehren und Rettungskräfte sind weiterhin in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie versuchen mit allen Mitteln, ein erneutes Aufflammen der Brände zu verhindern.
Die Lage bleibt also angespannt. Auch in der Schweiz ist weiterhin höchste Vorsicht geboten: Aufgrund der anhaltenden Trockenheit gelten in zahlreichen Kantonen strenge Feuerverbote. Teilweise sogar ein absolutes Feuerverbot.
Inzwischen wurden nach Angaben der Präfektur 126 Wehrleute verletzt. Von den ursprünglich evakuierten 224’000 Menschen in der Region, darunter zahlreiche Touristen, konnten am Dienstagabend zahlreiche wieder nach Hause zurückkehren.
Die Präfektur erlaubte den Bewohnern von drei vorsorglich evakuierten Orten, die von dem Feuer aber verschont blieben, die Rückkehr. Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um etwa 57.000 Menschen.
Angesichts einer neuen Hitzewelle mit grosser Trockenheit und Wind setzt die Feuerwehr in dem Waldbrandgebiet an der französischen Atlantikküste alles daran, eine erneute Ausbreitung der Feuer zu verhindern.
Die Sorge der Einsatzkräfte ist, dass bei erwarteten Temperaturen von bis zu 41 Grad und einer sinkenden Luftfeuchtigkeit Windstösse mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern die Flammen wieder unkontrolliert anfachen und in das Gelände treiben, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Ab Donnerstag werden dann Unwetter erwartet.

In der Nacht und am Morgen seien die Einsatzkräfte gegen Brandherde vorgegangen, die in dem von dem Feuer bereits zuvor betroffenen Gelände aufflammten, teilten die Präfektur und die Feuerwehr mit. Neue Brände gab es demnach in drei Bereichen, etwa nahe dem militärisch sensiblen Armeestützpunkt Souge in der Nähe von Bordeaux.
Die anhaltende Trockenheit setzt den viertgrössten Schweizer See unter Druck.
«Die Zuflüsse sind um mehr als die Hälfte gesunken.» Das erklärt Alfred Johny Wüest, Professor für aquatische Physik am Eawag, gegenüber SRF.

Der Wasserstand liege nur noch wenige Zentimeter über der Interventionsgrenze.
Bleibe der Regen aus, könnte der Abfluss bereits in den kommenden Tagen künstlich gedrosselt werden, um Einschränkungen für die Schifffahrt zu verhindern.
In Frankreich geht die Polizei verstärkt gegen mutmassliche Brandstifter vor. Das teilte Innenminister Laurent Nuñez mit. Seit Beginn des Sommers wurden bereits 184 Personen festgenommen.
Die Behörden nehmen die Lage ernst. Besonders im Département Var, im Südosten Frankreichs, hat es einen konkreten Fall gegeben. Ein Verdächtiger sitzt dort inzwischen in Untersuchungshaft.
Dans le Var, un individu a été interpellé sous l’autorité du procureur de la République de Draguignan, en lien avec les incendies que les sapeurs pompiers continuent de combattre. Mise en examen, il a été placé en détention provisoire.
— Laurent Nuñez (@NunezLaurent) July 28, 2026
Je voudrais saluer le travail acharné des…
Der Waldbrand auf der griechischen Urlaubsinsel Paros ist unter Kontrolle.
Die Lage habe sich deutlich verbessert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Nachrichtensender ERTNews. Zuvor hatten die Einsatzkräfte die ganze Nacht gegen die Flammen gekämpft, mehrere Ortschaften waren vorsorglich evakuiert worden.

Vollständige Entwarnung gab die Feuerwehr jedoch nicht – wegen der starken Winde in der Region. Zwar gebe es praktisch keine aktive Feuerfront mehr, doch verbleibende kleine Brandherde müssten weiterhin überwacht werden, sagte der Sprecher.
Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros kämpfen Feuerwehrleute seit Stunden gegen einen ausser Kontrolle geratenen Waldbrand.
Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert, Bewohner sollten laut Medienberichten auf Geheiss der Rettungskräfte an die Strände flüchten. Über mögliche Verletzte oder niedergebrannte Häuser wurde zunächst nichts bekannt.

Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln wie Naxos und Syros sowie vom Festland an. Insbesondere die Ortschaft Agkairia sei von den Flammen bedroht.












