Ermittlungen gegen Polizisten nach offenbar fremdenfeindlicher Gewalttat

AFP
AFP

Deutschland,

Gegen zwei Polizisten ist in Leipzig ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sowie fremdenfeindlicher, verhetzender Beleidigungen aufgenommen worden.

Blaulicht
Blaulicht - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Beamte sollen auch gegenüber Kollegen ausfällig geworden sein.

Wie die Leipziger Polizeidirektion am Donnerstag mitteilte, wurde Beamte am späten Mittwochabend in die Südvorstand entsandt, wo ein Zeuge eine gewaltsame Auseinandersetzung beobachtet hatte. Dort wurden zunächst zwei rumänische Staatsbürger mit sichtbaren Verletzungen sowie der Zeuge angetroffen.

In der Nähe seien dann zwei Deutsche im Alter von 31 und 38 Jahren aufgegriffen worden, denen aufgrund vorliegender Erkenntnisse die Körperverletzung sowie die Beleidigungen zur Last gelegt werde. Beide hätten sich während der Anzeigenaufnahme als ebenfalls der Leipziger Polizeidirektion unterstellte Polizisten zu erkennen gegeben, die privat unterwegs waren. Die Rumänen waren demnach 35 und 48 Jahre alt.

Der 38-Jährige Polizist und Beschuldigte habe seinerseits Anzeige gegen den 35-jährigen Rumänen erstattet, dem er den Diebstahl einer Geldbörse sowie ebenfalls Körperverletzung vorwarf. Dieser Polizist habe selbst noch während der Fallbearbeitung weiter den Rumänen fremdenfeindlich beleidigt und auch ehrverletzende Äusserungen gegen die ermittelnden Kollegen gemacht. Alle Beteiligten seien alkoholisiert gewesen.

Der 38-Jährige sei zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Die weiteren Beteiligten wurden demnach vor Ort durch den Rettungsdienst erstversorgt.

Gegen den 35-jährigen Rumänen bestand laut Polizei zudem ein offener Haftbefehl zur Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe für eine bisher nicht bezahlte Geldstrafe. Diese Ersatzfreiheitsstrafe habe er aber abgewendet, indem er die Geldforderung beglichen habe. Gegen die beiden beschuldigten Polizisten seien auch Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Weiterlesen

Epstein Russland
Kreml-Verbindung
Liam Ramos ICE
3 Interaktionen
Sorgte für Empörung

MEHR IN NEWS

Wetter
2 Interaktionen
Wetter
Volles Eisfeld auf der Eisbahn Dolder in Zürich.
Zürich
Astrid Bärtschi Regierungsratswahlen
Regierungsratswahl
Gegner und Gegnerinnen von Tempo 30 auf Hauptstrassen
1 Interaktionen
Reizthema

MEHR AUS DEUTSCHLAND

3 Interaktionen
Berlin
Süssmuth
4 Interaktionen
Berlin
Katholische Kirche
3 Interaktionen
Stuttgart
bayern münchen bundesliga
5 Interaktionen
Muheim ärgert München