Eisberge faszinieren an der Elbe bei Hamburg (D)
Meterhohe Eisberge bei Geesthacht vor Hamburg (D) sorgen für Aufsehen. Nach Schneefall und Dauerfrost türmen sie sich auf der Elbe auf.

Ein seltenes Naturschauspiel entfaltet sich in Deutschland an der Elbe. Nach jüngstem Schneefall und anhaltendem Dauerfrost türmen sich in Geesthacht bei Hamburg meterhohe Eisberge elbaufwärts, wie die «Zeit» berichtet.
Die imposanten Eisberge entstehen durch den Einsatz der Eisbrecherflotte in Geesthacht gegen eine massive Eisbarriere. Diese zerbricht die dicke Eisdecke am Stauwehr in zahlreiche kleinere Fragmente, so die «Hamburger Morgenpost».
Bei stark schwankendem Niedrigwasser stranden diese Eisschollen dann spektakulär am Elbufer. Dadurch formen sich die türmenden Eisberge, die Besucher in Staunen versetzen, heisst es weiter.
Intensiver Einsatz der Behörden
Bis zu zehn Eisbrecher sind derzeit im Dauereinsatz, so viele wie seit 2013 nicht mehr, schreibt der «Tagesspiegel».
Der niedrige Wasserstand erschwert die Manöver der Schiffe erheblich bei der Eisbekämpfung. «Wir können erst bei Hochwasser richtig fahren», erklärt Andreas Schultz vom Wasserstrassen- und Schifffahrtsamt (WSA) gegenüber der «Bild».
Mindestens 500'000 Liter Wasser pro Sekunde müssen stromabwärts fliessen, um die Brecher sicher einzusetzen. Zuletzt lagen die Werte bei nur 300'000 Litern.
Anziehungspunkt für Schaulustige
«Das Eis reicht vom Grund der Elbe gut zehn Meter in die Höhe», betont Schultz weiter.
Am Wochenende strömten Hunderte Schaulustige zur Elbe, um das unwirkliche Schauspiel zu bestaunen. Der Sonnenuntergang über den glitzernden Eisriesen bot atemberaubende Fotomotive.

Viele spazierten mutig durch die surreale Eislandschaft entlang des Ufers. «Das hatten wir so auch noch nicht», staunt laut der «Bild» Schultz selbst über die Eisberge.












